Naturgarten: Ein Paradies für Mensch und Tier

03.12.2020

Naturgarten: Ein Paradies für Mensch und Tier

Der Garten soll eine kleine, natürliche Oase hier in der Stadt sein und auch die Tierwelt soll sich hier wohlfühlen. In einem Wildgarten ist ja Nichtstun erwünscht. Doch bei uns steht jetzt doch erst einmal Arbeit. an:

Wir wollen bei der Aktion Naturgarten in Mecklenburg-Vorpommern teilnehmen und schauen, ob wir uns schon dieses Jahr als Naturgarten zertifizieren lassen können. Ein bisschen umbauen werden wir aber wohl noch müssen. Das ist meine To-Do-Liste, was noch getan werden muss und was schon okay sei dürfte.

Voraussetzungen für die Zertifizierung zum Naturgarten

1. Keine chemischen Düngemittel, keine Gifte, und auch kein Torf in einem Naturgarten

- Keine Pestizide: Das ist bei uns einfach, mit Kindern und Tieren kamen Gifte für mich sowieso nicht in Frage. 

- Keine chemischen Dünger: Ups, da muss ich wohl mein restliches Blaukorn und den Rosendünger vom Discounter verschenken. Ab jetzt wird im Februar mit Rinderdungpellets gedüngt, die Rosen bekommen CompoBioRosenLangzeitdünger. mit Schafwolle und Pfedemistpellets, der Rasen den Biorasendünger von Compo, und Algenkalk für die Kalkliebhaber hier bei unserem sauren Boden. Und das mit dem Kompost wollen wir ja auch professioneller Betreiben (siehe unten)

- Torf: Nun ja, für meine Töpfe habe ich bisher immer die billige Blumenerde gekauft, da  könnte schon Torf drin gewesen sein. Ab jetzt nehme ich statt dessen Kompost.

2. Fünf Naturgartenelemente

  • Eine Wildstrauchhecke oder Wildstrauchgruppe. Mindestens drei heimische Wildsträucher. Mal schauen ob der wunderschön weiß blühende Blumenhartriegel Venus durchkommt, der Winterduftschneeball ist heimisch, Blutpflaume und die rotlaubige Spiere Diabolo dürften auch zählen. Besonders empfohlen wird Liguster, Weißdorn, Hagebutte oder Holunder
  • Wiese oder Wiesenelemente: Ist gar nicht so einfach, da wir einen Rasenrobotter haben. Zwischen die Trittsteine vor dem Hängesessel werde ich Wiesenblumen aussähen, mal sehen ob die Fläche ausreicht. Empfehlenswert sind Wiesenblumen wie Margeriten, Wegwarte, Klatschmohn, Flockenblume, Wiesensalbei und Rote Lichtnelke
  • Zulassen von Wildwuchs: Gänseblümchen und Löwenzahn im Rasen kann ich bieten, den Giersch werde ich eh nicht los und die Brennnesseln wachsen auch immer heimlich in den hinteren Reihen der Staudenbeete, wo ich sie nicht entdecke, Erwünscht sind außerdem Weißklee, Spitzwegerich und Wilde Möhre


  • Wildes Eck: Da habe ich doch gerade alles so schön aufgeräumt. Wir werden ein Igelhaus und eine wilde Ecke hinter dem bepflanzten Brunnen anlegem. Vorteilhaft sind auch Trockensteinmauern, Totholzhaufen, Schattenplätze

  • Sonderstandorte (Feuchtbiotop oder Trockenbiotop)
  • Laubbäume: Obstbäume zählen auch, wunderbar. Optimal wären Schwarzpappel, Erlen, Korbweiden
  • Blumen und blühende Stauden: Die haben wir ausreichend.

3. Ökologische Bewirtschaftung 

  • Komposthaufen: Daran arbeiten wir, wir brauchen noch was um die Gartenabfälle (die vielen) zu zerkleinern
  • Nützlingsunterkünfte: Eine Reihenhaussiedlung wird bei uns entstehen und zwar eine aus Nistkästen, die Fledermäuße werden einen Kasten bekommen und wir brauchen ein Insektenhotel.
  • Regenwassernutzung mit Regentonne und eingegrabenen Tonnen, die den Nutzgarten versorgen praktizieren wir schon. Leitungswasser wäre mir zu teuer.
  • Umwelfreundliche Materialwahl; Da wir sowieso nicht auf Plastikstühle stehen einfach.
  • Mulchen: Die Gemüsebeete mulche ich mit dem Grasschnitt einer Freundin. Wenn wir dem Kompost vom nächsten Jahr schreddern, kann der ja vielleicht auch vorsichtig auf die Beete verteilt werden?
  • Gemüsebeet und / oder Kräuter: Finden wir ganz wichtig, das Naschobst wächst im Klostergarten

  • und / oder Beerensträucher: Kirsche, Apfel und Pflaume , sowie Himbeeren, Stachelbeere, und Johannisbeeren und Weintrauben wachsen bei uns.


  • Mischkultur, Fruchtfolge und / oder Gründüngung: ja wir setzen immer chaotisch etwas in die Beete, Mischkultur auf jeden Fall, Gründüngung mit Senfsat wurde mir dringend empfohlen, versuchen wir nächsten Herbst dann mal.

Mini-Teich im Faß

Außerdem wollen wir dieses Jahr noch eine Miniteich anlegen. Ein halbes altes Weinfass mit etwas Sand und Steinen füllen  und mit Sumpfschwertlilie und Binsen bepflanzen-


Links:

Sonja hat einen fantastischn Naturgarten und eine tollen Naturgartenblog und berichtet hier über natürliche Mittel, die gegen Schnecken und Wühlmäuse wirklich helfen. https://www.sonjas-gartenfreuden.de/2-geniale-mittel-gegen-schnecken-die-wirklich-helfen/


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