Erschaffe Dir Dein Gartenparadies

01.11.2021

Erschaffe Dir Dein Gartenparadies

Diese 17 Dinge musst Du wissen, wenn Du mit wenig Geld einen pflegeleichten  Traumgarten gestalten willst, der dauerhaft Freude macht. 

Das sind aus unserer Sicht die wichtigsten Punkte für  einen Paradiesgarten!  Diesen Beitrag habe ich für meine Freundin geschrieben, die einen neuen Garten plant. Ich fasse mich hier kurz, verlinke aber zu Artikeln, die das Thema ausführlicher behandeln. Ich nenne Dir hier auch meine Bezugsquellen.

1. Nur Rosen mit ADR-Prädikat

Wer eine Garantie für reichblühende, gesunde, mehrfachblühende, frostunempfindliche Rosen will, kauft Rosen mit ADR-Prädikat. Das ist eine deutsche Auszeichnung für Rosen, die in allen Regionen Deutschlands am besten funktionieren. Kauft sie unbedingt preiswert wurzelnackt im Herbst oder Frühling. 

Wurzelnackte Rosen wachsen schneller in den Boden ein. Dann hat man viele Jahrzehnte etwas davon. Wunderschöne Rosen, mit denen man alt werden kann! Bitte kauft nicht beim Discounter oder sonst wo billige Rosen! Habe ich natürlich auch gemacht (Grüner Daumen und so). Aber Rosen wachsen nicht mehr gut an Stellen, wo vorher Rosen standen. Und dann musste ich aufwändig den Boden austauschen. 

Also bitte gleich die richtigen aussuchen und ihr werdet wirklich nur Freude damit haben von allen auf Eure unglaublich tollen Rosen angesprochen werden. Es ist bei den ADR-Rosen wirklich für jeden Geschmack etwas dabei! Und die ADR-Rosen blühen und blühen und blühen...

Deine Gärtnerei in der Nähe verkauft und bestellt mit Sicherheit ebenfalls ADR-Rosen.

Ich habe meine Rosen unter anderem hier bezogen


2. Schöner Rasen

Wenn es immer wie in einem Park aussehen soll, kauft Euch einen Rasenroboter. Die gibt es inzwischen auch in preiswert. Der Roboter mäht täglich.  Dadurch entsteht ein kräftiger, grüner Teppich.

Bevor die Kabel für den Rasenroboter (die den zu Mähenden Bereich abgrenzen) gelegt werden wird einmal gründlich vertikutiert und danach ist das nicht mehr notwendig. 

Wenn die Schnitthöhe relativ hoch auf ca. 5 cm eingestellt wird, hat das Unkraut und das Moos praktisch keine Chance, weil es vom Rasen beschattet wird und nicht genug Licht zum Wachsen bekommt. Das war für uns einer der wichtigsten Rasentips!

Im Frühjahr einmal einen guten Langzeitdünger ausbringen und im Herbst ein spezieller Herbstlangzeitdünger. Ich benutze die Produkte von CompoGarden.

Erwägt den Kauf eines Rasenroboters aus England, der mäht auch bei Regen.

Wenn es im Hochsommer es ganz heiß ist und nicht regnet, den Rasenmäher eventuell einige Tage ausschalten. Im Sommer nur in den Abendstunden mähen, dann kann die Schnittfläche sich bis zum nächsten Tag erholen und der Rasen verbrennt nicht so.

Der Rasenroboter "mulcht" den Rasen mit dem kurzen Schnittmaterial, das bekommt dem Boden wunderbar. Im Herbst muss das Laub und sonstiges vom Rasen mit einem Laubrechen runter genommen werden.

Extrem pflegeleicht macht sich eine Rasenkannte aus Steinen, wir haben alte Ziegelsteine genommen. Die Begrenzungssteine werden auf Rasenhöhe verlegt, dann mäht der Roboter die Rasenkante noch schön mit.

Und bitte ein Krokusband im Rasen anlegen. Im Herbst mit einem Schäufelchen kleine Rasenstücke anheben und ca. 5 -7 Krokuszwiebeln darunterlegen und dan die rasenstücke wieder einfügen und Giessen. Am besten macht es sich, wenn man die gleiche Krokussorte verwendet, damit das Band auch gleichzeitig blüht. 200-500 Zwiebeln beim Großhändler bestellen. Gemäht werden darf dann erst sechs Wochen nach der Blüte Ende April/ Anfang Mai. Damit die Krokuszwiebeln über die Blätter genug Kraft speichern können für die Blüte im nächsten Jahr.

3. Organische Formen

Mein Mann und ich waren uns da sehr einig. Die Natur ist nicht gezirkelt, in einen Garten gehören auch organische Formen, Geschwungene Beetgrenzen lassen den Garten gleich viel paradiesischer wirken. Aber dieser Punkt ist natürlich wirklich Geschmackssache!

4. Spannende Wegchen...

...machen den Garten gleich viel einladender. Mit unterschiedlichem Belag, wie Rindenmulch, Kies oder mit Trittsteinen gestaltet, muss man einfach herausfinden , wo sie hinführen. Funktionelle Wege (zum Haus, zur Garage, zur Terrasse) sollten zum Haus passen und breit genug sein (meist wählt man mindestens 1,2 m) und so profesionell angelegt sein, dass sie bei jeden Wetter begehbar sind. Kleine Wegchen zwischen den Beeten, kann man problemlos selbst gestalten. Hier reicht eine Breite von 40-60 cm aus.

5. Staudenbeete anlegen

Staudenbeete anlegen und pflegen ist gar nicht schwer. Wenn die Stauden schön eingewachsen sind, ist Unkraut zupfen eigentlich nur einmal im Jahr notwendig.

- Breit genug: Richtig schön sehen Staudenbeete nur aus, wenn sie breit genug sind. Mindestens zwei  Meter müssen es sein.

-Drei Höhenstufen: Hinten die Großen, die wirklich gerne sehr hoch sein dürfen (für das paradiesische Gefühl), in der Mitte die mittleren und vorne die kleineren Stauden. 

-Beetbegrenzungsstaude: Vorne eine Beetbegrenzungsstaude einplanen, die das ganze Beet entlang gesetzt wird (Heuchera, Frauenmantel, Bergenien, Wollziest, Schlangenbart in grün oder schwarz, kleiner Storchschnabelarten...) 

- Masse und Wiederholung: Stauden immer in größere Anzahl zusammen pflanzen, entweder als Gruppe versetzt gepflanzt, oder als Blumenband, geschlängelt hintereinander, die Engländer nennen das Drift. Nicht so viele verschiedene Stauden in ein Beet pflanzen, sondern die Sorten wiederholen.

-Es wird durchgeblüht: Es ist schön, wenn immer etwas blüht, also auch den Blühzeitkalender beachten.

- Staudenauswahl: In die Beete gehören pflegeleichte Sorten mit langer Blütezeit, die einem viele Jahre treu sind. 

Hilfe bei der Beetplanung:

- Einen Artikel mit Stauden, die viele Jahre an einem Platz stehen können und alt werden, ist in Arbeit.

- Stauden mit langer Blütezeit findet ihr mit ausfürlicher Beschreibung und Pflegeanleitung bei der Staudengärtnerei Gaissmayer hier:

https://www.gaissmayer.de/web/shop/themenwelten/mit-stauden-gestalten/stauden-mit-langer-bluetezeit/148/

Das tollste Werkzeug bei der Beetplanung, das ich kenne,  ist die Pflanzenreich-App von Petra Pelz. Da ist alles oben Genannte schon mit drin! Und es gibt noch mehr Funktionen...

https://petra-pelz.com/pflanzenreich-app/

6. Zwiebelblumen

Ein Garten braucht Zwiebelbumen, um das ganze Jahr über attraktiv zu sein. Und zwar pflegeleichte. Sorten. Solche die sich selber vermehren. Und jedes Jahr zuverlässig wiederkommen. Und den Nagern nicht schmecken. Schneeglöckchen, Krokusse, Traubenhyazinthen, Osterglocken, (Wild-)Tulpen, und Zierlauch sollten in keinem Garten fehlen.

Am Besten bestellt man die beim Großhändler. Und zwar in wirklich großer Menge, dann ist das deutlich günstiger (Sonst mit Freunden zusammen tun und teilen). Einmal pflanzen und immer Freude haben, Ich habe mir dieses Jahr zum Geburtstag nur Geld für Zwiebelblumen gewünscht und hier bei Bulbi, einem niederländischen Großhändler bestellt: https://www.bulbi.nl/de/fruehlingsblueher

8. Hausbaum

Ein Paradiesgarten braucht einen Hausbaum und auch Obstgehölze. Bei uns ist der Hausbaum ein riesengroßer Kirschbaum der wohl schon seit vielen Jahren hier steht. Hier lohnt es sich sicher sich bei einer Baumschule vor Ort genau beraten zu lassen!

9. Höhenunterschiede in den Garten bringen

Höhenunterschiede machen den Garten spannender. Wenn die Natur die schon mitbringt: Umso besser. Bei uns war alles platt, wir mussten also zur Schaufel greifen. 

In die mediterrane Ecke haben wir den Kompost des gesamten Gartens von drei Jahren aufgetürmt und noch etwas Mutterboden aus einem anderen Garten bekommen. Auch unsere "Waldecke" mit der Meditationsterasse ist aus Kompost aufgeschüttet.

Hier seht ihr die Treppe zu unser höher gelegenen Terasse, auch von hier hat man einen schönen Ausblick über den Garten.

Eine tolle Lösung ist auch ein Senkgarten, hier hebt man Boden aus, den man an anderer Stelle aufschüttet. In einem Senkgarden herrscht ein besonders günstiges Klima. Man kann windgeschützt und damit warm sitzen, von außen ist man versteckt und wird nicht gesehen.

10. Gartenbereiche unterteilen

Ein Garten wirkt besser, wenn er in Nutzungsbereiche unterteilt ist. (Frühstücksbänkchen, großer Essplatz, schattiger kleiner Kaffeetisch, Sonnenstühle, Waldecke, Sandspielecke, Wassergarten, Streuobstwiese...)

Unser Essplatz zum Beispiel ist von einer Pergola mit einem Blumenbeet umgeben. Wir haben auch eine Sichtschutzwand aus echtem Wein, wo wir jedes Jahr süße Trauben ernten (und das an der Ostsee). Es gibt inzwischen Mehltau-resistente Sorten mit einer frühen Reifezeit, so dass Wein inzwischen nicht nur in Weinbaugebieten gedeiht  und die großen Weinblätter sehen sehr schön aus.

Hecken können den Garten gliedern. Diese Hecken können aus Obstgehölzen bestehen, oder aus Wildrosen (auch hier empfehle ich die mehfachblühenden ADR-Varianten). Toll sind auch Vogelschutzhecken, die im Frühling mit Blüten und im Herbst mit wunderschönem bunten Laub, im Winter aber mit Beeren für die Vögel aufwarten. 

Niedrige Hecke reichen auch aus um das Gefühl eines neuen Raumes zu erschaffen, wie unsere Eibenhecke. Sichtschutzwände die auf Wusch bunt gestrichen werden oder Flechtzäune oder Staketenzäune sind Möglichkeiten den Garten in Gartenzimmer zu unterteilen., Auch hohe  Gräser oder Stauden können eine hohen Sichtschutz ergeben 

Hier ist eine toller Artikel im Blog von Petra Pelz, wie ein gepflanzter Sichtschutz entsteht: https://petra-pelz.com/sichtschutz-pflanzen-mit-stauden-und-graesernhohe-stauden-als-sichtschutz/

Wir nutzen für Privatsphäre auch immergrünen Bambus im Topf. Und haben hierfür drei große Töpfe neben einander stehen.

11 Blickpunkte schaffen

der Garten wirkt interessanter, wenn man einige, wenige schöne Blickpunkte schafft.. Zuviel Deko gefällt mir nicht, da bei mir im Garten die Pflanzen die Stars sind. Aber einige Statuen, Bänke, Säulen, oder Futterhäuschen oder Rosenbögen oder Pyramiden, die das Auge anziehen sind eine Bereicherung für einen Garten. 

Sie sollten dann so aufgestellt werden, dass sie einladend aussehen, und uns auffordern den Garten zu erkunden. Sie können auch ein Ziel am Ende eines Wegchens darstellen.

12. Feuerstelle einplanen

Nichts geht über laue Sommernächte am Lagerfeuer. An einer Feuerschale kann man Stockbrot oder Würstchen braten und auch in der kalten Jahreszeit ist ein Feuer draußen ein Highlight. An Feuerschutz denken und die Feuerstelle mit Natursteinen unterlegen und bei Bedarf auch Schutzwände zum Beispiel aus Kordonstahl aufstellen.

13. Wasser muss sein im Paradiesgarten

Wasser macht immer auch Arbeit, Wasserbehältnisse müssen gereinigt werden, Wasser muss nachgefüllt werden, in stehendem Wasser vermehren sich viele Tiere, vor allem Stechmücken bei uns. Daher haben wir diesen sanft plätschernden Brunnen, der durch das bewegte Wasser ziemlich pflegeleicht ist. 

Wunderschön gestalten kann man auch einen Mini-Teich im Fass oder in einem großen Mörteleimer. Oder wer den Pflegeaufwand nicht scheut: Ein größerer Gartenteich oder ein Naturpool.

Kinder lieben ein Planschbecken und Zusätze für den Gartenschlauch, wie die sich drehende und spritzende Blume die in den Rasen gesteckt wurde, und auch die Rasenrutschbahn...

14. Naschgarten

Wie im Schlaraffenland, können einem die Himbeeren praktisch in den Mund wachsen. Radieschen werden schon sechs Wochen nach dem Sähen geerntet. Samentüte auf und sehen was wächst. Unsere Favoriten im Naschgarten sind Buschbohnen, Zuckerschoten, Radieschen, Salat., Kohlrabi, bunter Mangold Als Pflänzchen kaufen wir Cocktailtomaten, Zucchini, Kürbis und Kräuter. Erdbeeren werden einmal gekauft und dann vermehrt.

Himbeeren gibt es stachellos und zweimal tragend. Stachelbeeren sind wegen der bösen Stacheln nur als Hochstämmchen pflegbar. Ich finde ja auch Johannisbeerhochstämmchen sehr schön.

15. Kompost

Kompost ist etwas sehr kostbares, aber wir sind wirklich  (noch) keine Kompostexperten. Bei uns ist immer alles unzerkleinert auf einem großen Komposthaufen gelandet, der dann drei Jahre rotten durfte, Im Frühling habe ich immer erwas Kompost auf den Beeten verteilt. Nach drei Jahren war der Komposthaufen so voll und die großen Äste waren noch unverrottet, so dass wir den Kompost zum Gelände modelieren benutzt haben. Im Febrauar wollen wir uns einmal großes Gerät ausleihen und den kompletten Kompost vom letzten Jahr schreddern...

16 Schubkarre:

Kauf eine Schubkarre mit Hartgummi-Reifen, die aufpumpbaren Reifen überstehen keinen Winter! 

17. Garten ist nicht zum Arbeiten da,...

...man muss sich unbedingt die Zeit nehmen den Garten zu genießen.

Ich freue mich über Eure Kommentare, Anregungen und Ideen!

Kommentare

07.01.2022 Verena

Wow Marion, mega Blog!
Wenn du keine Lust mehr auf Herzen hast, kannst du einfach auf Gartenberaterin umschwenken.
Liebe Grüße
Verena

Antwort:

Liebe Verena, ganz lieben Dank! Ich freue mich bald Deinen wunderbar architektonisch geplanten Garten mit klaren Linien wieder zu bewundern! Herzliche Grüße Marion


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Nein, Pfingstrosen (Paeonia) gehören nicht zu den Rosen, Sie sind eine eigene Pflanzenfamilie der Pfingstrosengewächse (Paeoniaceae) Aber Pfingstrosen sind eben auch wunderschöne Geschöpfe. Leider ist die Blütezeit von Ende April bis Juni kürzer, als die der modernen, mehrfach blühenden Rosen.

Erfrischend säuerlicher Rhabarber und himmlisch fruchtig-süße Erdbeeren in dieser leckeren Tarte sorgen für eine sinnliche Geschmackserfahrung ganz ohne künstliche Aromen.