Meine fünf Tips um  dekoratives Vogelfutter selber herzustellen

03.01.2021

Dekoratives und tierfreundliches Vogelfutter ist ganz schnell selbst gemacht! Hier zeige ich Euch wie es geht und verschiedene Deko-Ideen.

Im Winter, wenn der Boden gefroren ist, die Beeren an den Sträuchern schon abgeerntet wurden, freuen unsere heimischen Vögel sich über etwas Vogelfutter und wir freuen uns, unsere kleinen Gartenbewohner beobachten zu können.


1. Warum es sich lohnt Vogelfutter selbst zu machen

Vogelfutter lässt sich ganz einfach selber machen. Das macht Spaß und sieht auch hübsch aus. Vorteile des selbst hergestellten Futters ist, dass wir es so herstellen, dass kein Vogelfuss sich in Plastikmaschen verfangen kann (wie es bei manchem Meisenknödel im Plastiknetz leider vorkommen kann). Außerdem verwenden wir nur Samen, die den Vögeln wirklich schmecken (keine billigen Weizenkörner die dann am Boden liegen, weil die Vögel sie nicht mögen). Und in unserem Vogelfutter sind keine Samen von Pflanzen die Allergien auslösen. (Hier sind im gekauften Vogelfutter die Ambrosiasamen ein echtes Problem. Die Samen des aus Nordamerika stammenden, einjährigen  Traubenkrautes sind  seit einer Mutation im Jahre 2000 frostresistent. Und der Neophyt breitet sich in Europa aus. Die Pollen von Ambrosia artemisifolia gehören zu den stärksten bekannten Allergenen.)

2. Optimale Zeit für die Winterfütterung

Optimaler Weise beginnt man mit der Winterfütterung im November, damit die Vögel den Futterplatz schon kennen, wenn das natürliche Nahrungsangebot knapp wird. Februar, aber spätestens Ende März sollte man die Fütterung mit dem Winterfutter wieder einstellen. Die Jungvögel vetragen das Winterfutter zum Teil noch nicht und die Natur gibt auch wieder ausreichend Nahrung für die Vögel her. Und steigende Temperaturen erhöhen auch das Risiko, dass sich Krankheitserreger (wie z.B. Salmonellen) im Vogelfutter vermehren können.

Die kleinen Vogelfutterausstecher eignen sich auch bestens als Geschenkidee


3. Futterarten

Wir bereiten immer einmal Hartfutter zu, dass wir in Tassen, Tontöpfe oder halbe Kokosnussschalen oder in Austecherförmchen füllen und draußen an Bäumen aufhängen. 


Die Vögel lieben es und wir haben lebhaftes Treiben zu beobachten! Aber wir stellen auch Weichfutter aus Haferflocken und Rosinen und Apfelstückchen her, das wir nach der Herstellung in kleinen Schälchen einfrieren und einmal pro Woche aufgetaut im Garten auf den Boden stellen.


Wir verwenden folgende Rezepte:

4. Rezept für Hartfutter: Meißenknödel mal anders: 

Zutaten:: 1 Tasse geschälte Sonnenblumenkerne, 1 Tasse Haferflocken, 1 Tasse gehackte Nüsse, Leinsamen, Erdnüsse und 500g Kokosnussfett (2 Würfel zu 250g)

Zubereitung: Kokosnussfett erwärmen bis es schmilzt, die Kerne, Nüsse und Haferflocken zugeben und alles vermischen, etwas abkühlen lassen und in Tassen oder Formen füllen. Nach ungefähr einer Stunde Zahnstocher für die Fäden in die Austecherförmchen, und die Stöckchen in die Tassen stecken. Am besten draußen abkühlen lassen und am nächsten Tag mit Naturmaterialien (Zapfen, Hagebutten, Buchs, Tannenzweigen, Moos) verzieren. Mit Bast oder Basteldraht aufhängen.

Meisenknödelabwandlung in Herzform. Hier haben wir eine kleine Kuchenform mit dem Vogelfutter gefüllt und dekoriert.

5. Rezept für Weichfutter

Nicht alle Vögel mögen unsere Meißenknödelvarianten. In unserem Garten gibt es auch viele Rotkelchen und die mögen nur Weichfutter. Wenn die Erde so durchgefroren ist, dass die kleinen Tiere keine Würmer mehr finden und wenn alle Apfel- und Zierapfelbäume leer gegessen sind, stellen wir Weichfutterschalen auf (das ist bei uns nur eine sehr kurze Zeit).

Zutaten: 250 g Kokosfett, 1 Tasse Haferflocken, 1/2 Tasse eingeweichte Rosinen, 1/2 Tasse klein geschnittene Äpfel

Zubereitung; Kokosfett schmelzen, restliche Zutaten unterrühren. Immer nur in kleinen Portionen servieren (friert sonst ein, oder schneit zu) und in Schalen auf den Boden stellen. Den Rest frieren wir schon in den kleinen Schalen ein. Und  tauen diese bei Bedarf abends bei Zimmertemperatur auf und stellen die Schalen dann, am nächsten Tag, unter die Hecke.


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