Pflegeleichten Naturgarten planen – Schritt für Schritt vom Traum zum Garten
Dieser Artikel ist dein zentraler Startpunkt, wenn du einen Natur- und Nutzgarten planen möchtest, der familienfreundlich, alltagstauglich und naturnah ist.
Ich zeige dir wie du mit wenig Geld und auch ohne Vorkenntnisse deinen pflegeleichten Traumgarten planen und umsetzen kannst, der dauerhaft Freude macht.

Phase 1: Bestandsaufnahme. Deine Ausgangssituation
Vielleicht blickst du gerade auf eine leere Fläche hinter dem Haus.
Vielleicht hast du einen bestehenden Garten übernommen, der nicht zu euch passt.
Oder du möchtest einzelne Bereiche neu denken, weil sich dein Leben verändert hat.
Ein eigener Garten – und plötzlich tausend Fragen.
Wie viel Arbeit macht er wirklich? Was, wenn alles eingeht? Und geht ein Naturgarten auch ohne Vorkenntnisse? Dieser Artikel nimmt dir die ersten Ängste, zeigt, warum du kein Gärtnerprofi sein musst und wie dein Naturgarten Schritt für Schritt mit dir wachsen darf – ganz ohne Stress, aber mit viel Freude und Leben.
👉 Vertiefung: Naturgarten planen nach Einzug, Übernahme oder Umgestaltung

Phase 2: Die Traumphase – alles darf gedacht werden
Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne.
Und mit diesem Zauber startest du auch. Wie in einem Traum, sammelst du alle Ideen, die du dir in deinem Garten wünschst. All deine Wünsche für den Garten – ohne Bewertung.
Naturpool in der Größe eines Fußballplatzes? Viktorianisches Gewächshaus? Hängematte neben einer Duftrosenhecke? Englischer Teepavillon?:
Alles darf gedacht werden. Diese Phase garantiert, dass der Garten später deine tiefsten Bedürfnisse erfüllt. Aussortiert wird später.
👉 Vertiefung: Die Traumphase beim Naturgarten planen (und was sich die meisten Menschen von ihrem Garten wünschen)

Phase 3: Die Realitätsphase – was der Garten wirklich braucht
Pflegeleicht wird ein Garten nur, wenn der Alltag mitgeplant wird:
Mülltonnen, Kompost, Wege, Fahrradstellplätze – sie gehören dazu, auch wenn sie in Gartenvisionen selten auftauchen.
Wie willst du deinen Garten nutzen?
Ein Garten ist heute vieles zugleich:
Treffpunkt, Rückzugsort, Spielraum, Nutzfläche, Erholungsort.
Nicht alles muss sofort entstehen – und nicht alles muss bleiben. Entscheidend ist, dass die Nutzung zu eurem Leben passt.
Langfristig denken – der Garten wächst mit
Kinder werden größer, Bedürfnisse ändern sich, Zeit und Kraft ebenfalls.
Ein Naturgarten darf sich wandeln: Sandkasten wird Teich, Schaukel wird Hängesessel.
Dein Grundstück kennenlernen
Sonne, Schatten, Wind, Boden und vorhandene Pflanzen entscheiden mehr als jeder Plan. Wer beobachtet, spart später Geld und Arbeit.
👉 Vertiefung: Dein Naturgarten realistisch planen: Was unbedingt in deinen Garten muss (und was nicht)

Was zeichnet einen Naturgarten aus?
Wenn du einen Naturgarten planst, ist es hilfreich zu wissen, welche Merkmale ihn pflegeleicht, naturnah und nachhaltig machen.
Hier erfährst du, was einen echten Naturgarten auszeichnet.
👉 Vertiefung: Diese 18 Punkte machen einen Naturgarten aus

4. Gartenstil finden – ohne Perfektionsdruck
Mediterran, Bauerngarten, modern oder wild: Ein roter Faden hilft, aber ein Naturgarten darf verschiedene Stimmungen haben. Unterschiedliche Ecken dürfen unterschiedlich aussehen.
👉 Vertiefung: So findest du deinen Gartenstil im Naturgarten

5. So zeichnest du einen Plan für deinen Naturgarten
Jetzt wird gezeichnet, verschoben, gestrichen.
Oft zeigt sich hier: Weniger ist mehr. Großzügigkeit wirkt natürlicher als viele kleine Ideen.
👉 Vertiefung: Naturgarten planen – So zeichnest du deinen Gartenplan richtig
6. Höhenunterschiede & Struktur schaffen
Höhen machen den Garten lebendig: Aufschüttungen, Senkgärten oder leicht erhöhte Bereiche schaffen Spannung, Mikroklima und geschützte Sitzplätze – auch auf ebenen Grundstücken.
👉 Vertiefung: Höhenunterschiede im Naturgarten
7. Wege, die durch den Garten führen
Wege strukturieren den Garten. Hauptwege müssen alltagstauglich sein, kleine Wege dürfen verspielt und einfach selbst gemacht werden.
👉 Vertiefung: Gartenwege im Naturgarten

8. Gartenbereiche gliedern – Gartenzimmer schaffen
Hecken, Stauden, Gräser oder Zäune schaffen Räume, ohne den Garten zu schließen. Oft reichen niedrige Strukturen für ein neues Raumgefühl.
👉 Vertiefung folgt: Gartenzimmer im Naturgarten
👉 Vertiefung: Mache einen Spaziergang durch die Gartenzimmer unseres Naturgartens

9. Rasen im Naturgarten – weniger Perfektion, mehr Leben
Rasen ist im Klimawandel anspruchsvoll. Weniger Fläche, höhere Schnitthöhe und das Zulassen von Wildkräutern machen ihn robuster und pflegeleichter.
👉 Vertiefung folgt: Rasen im Naturgarten – pflegen, reduzieren oder ersetzen
10. Pflanzenauswahl für einen pflegeleichten Naturgarten
Staudenbeete – das Rückgrat des Gartens
Staudenbeete sind langlebig, trockenheitsverträglich und pflegeleicht, wenn sie richtig geplant werden: breite Beete, Höhenstaffelung und Wiederholungen sind entscheidend.
👉 Vertiefung: Staudenbeete im Naturgarten planen

Rosen – nur robuste Sorten
ADR-Rosen stehen für Gesundheit, Blühfreude und Langlebigkeit und funktionieren auch im Naturgarten zuverlässig.
👉 Vertiefung: ADR-Rosen im Naturgarten
👉 Vertiefung: 10 robuste Rosen, die alles aushalten
👉 Vertiefung: Meine 10 Lieblingsrosen, duftend, märchenhaft gefüllt

Zwiebelblumen – einmal pflanzen, jahrelang Freude
Zwiebelblumen sorgen für frühe Blüten und vermehren sich oft selbst – besonders pflegeleicht und wirkungsvoll.
👉 Vertiefung folgt: Pflegeleichte Zwiebelblumen für den Naturgarten
👉 Vertiefung: Zwiebelblumen-Kombinationen zum Verwildern

Hausbaum & Gehölze
Ein Hausbaum gibt Struktur, Schatten und Charakter für Jahrzehnte. Beratung lohnt sich hier besonders.
👉 Vertiefung: So pflanzt du einen Apfelbaum
👉 Vertiefung: Bäume unterpflanzen (so fühlst du dich wie auf einer Waldlichtung!)
👉 Vertiefung: Meine 13 Lieblingsgehölze für eine Wildstrauchhecke

Wildblumenwiese
Eine Wildblumenwiese ist sooo pflegeleicht. Und trotzdem schenkst sie dir Blüten, Schmetterlinge und zirpende Grillen.
👉 Vertiefung: So legst du eine Wildblumenwiese an

Atmosphäre & Erlebnisse im Naturgarten
Blickpunkte schaffen
Wenige gezielte Blickpunkte lenken den Blick und laden zum Entdecken ein – ohne den Garten zu überladen.
Feuerstelle einplanen
Feuer verlängert die Gartensaison und schafft Gemeinschaft. Sicherheit und Standort sind entscheidend.
Wasser im Garten
Wasser belebt, bedeutet aber auch Pflege. Bewegtes Wasser ist oft pflegeleichter als stehendes.
👉 Vertiefung folgt: Feuer, Wasser und Blickpunkte im Naturgarten
👉 Vertiefung: Baue einen Miniteich

Nutzgarten & Kreisläufe – einfach, nicht perfekt
Naschgarten
Ein Naschgarten bringt schnelle Erfolge – besonders für Kinder und Gartenanfänger. Wenige, robuste Pflanzen reichen aus.
👉 Vertiefung: Naschgarten anlegen
👉 Vertiefung: Ganz viele Tipps für einen Nutzgarten ohne Stress findest du auch hier unter "Anbau"

Kompost
Kompost ist wertvoll, braucht aber Erfahrung. Zerkleinern, Geduld und Beobachtung machen ihn pflegeleicht.
👉 Vertiefung: Kompost im Naturgarten

Gartenausstattung & Haltung
Praktische Werkzeuge
Gute Werkzeuge sparen Kraft und Nerven – kleine Entscheidungen mit großer Wirkung.
👉 Vertiefung: Werkzeuge im Naturgarten

Und nicht vergessen: Der Garten ist nicht nur zum Arbeiten da
Ein Naturgarten ist kein Projekt, das fertig werden muss. Er ist von Anfang an ein Ort zum Genießen, Beobachten und Durchatmen!
Etwas für die Wildtiere tun
👉 Vertiefung: Bienenfreundliche Stauden für das ganze Jahr
👉 Vertiefung: Vogelfutter selber machen
👉 Vertiefung: Eisfreie Vogeltränke bauen für kalte Wintertage
👉 Vertiefung: Wir bauen das NABU-Igelhaus
👉 Vertiefung: Bentjeshecke, Totholzhaufen, Natursteinmauern
👉 Vertiefung: Wir lassen die Staudenreste über den Winter stehen
Wie es weitergeht
Ein Naturgarten entsteht nicht an einem Wochenende.
Er wächst Schritt für Schritt, mit dir, deinem Alltag und deinen Erfahrungen.
Unter diesem Artikel findest du alle weiterführenden Beiträge zu den einzelnen Themen.
Stell dir daraus deinen eigenen Weg zusammen – in deinem Tempo.
Ich freue mich über Rückmeldungen und Anregungen!
Herzliche Grüße
Eure Marion
1. Die Traumphase
Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne.
Und mit diesem Zauber startest du auch. Wie in einem Traum, sammelst du alle Ideen, die du dir in deinem Garten wünschst.
Naturpool so groß, wie ein Fußballfeld? Erst mal merken.
Ein viktorianisches Gewächshaus, in dem du unter Zitrusbäumen die Wintersonne genießt? Unbedingt aufschreiben. Aussortiert wird später.
Hängematte, neben Duftrosen? Alles ist erlaubt.
2. Die Realitäts-Phase
Jetzt geht es um die Bereiche, die unbedingt gebraucht werden. Fahrradstellplatz, Mülleimer und Kompost tauchen in der romantischen Gartenvorstellung nicht auf, müssen aber trotzdem eingeplant werden
Ideen für die Gartennutzung
- Terrasse mit großem Esstisch für die ganze Familie?
- Ein einsamer Liegestuhl mitten im Grünen?
- Ein Kräutergarten für frische Aromen beim Kochen?
- Naschgarten mit süßen Beeren?
- Kinderspielbereich mit Sandkasten, Platz für ein Plantschpool oder Trampolin?
- Loungebereich mit Outdoor-Sofas, eventuell überdacht?
- Frühstücksbank um die Morgensonne zu genießen?
- Ein Schattenplatz unter einem großen Baum?
- Eine verborgene Meditationsecke mitten in der Natur?
- Ein Miniteich oder ein größerer Teich für Frösche oder Fische?
- Ein Pool als kühle Erfrischung im Sommer (sehr pflegeintensiv!)?
- Rasenfläche oder Wiese als Spielfläche?
- Gartensauna für Gartengenuss auch in der kühlen Jahreszeit?
- Ein Gartenhäuschen für Gerätschaften?
- Vielleicht ein Pavillion oder Teehäuschen?
- Garage, Parkplatz, Fahrradstellplätze?
- Kompost an einer Stelle, wo die Geruchsentwicklung nicht stört?
- Platz für Mülleimer/Mülltrennung?
- Wege?
- Beete für Gemüse?
- Hochbeete?
- Ein Schnittblumengarten?
- Wie wärs mit einer Feuerstelle? Ein Grill? Eine Feuerschale?
- Ein Baumhaus für Groß und Klein?

Langfristig denken
Bei der Planung lohnt es sich auch schon an die nächsten 15 Jahre zu denken.
Kinder bleiben nicht immer klein. Die Sandgrube kann später ein kleiner Teich werden.
Ein Hängesessel als Schaukel finden auch Teenager cool.
Das Grundstück kennen
Besonders günstig ist es, wenn man bei der Gartenplanung das Grundstück schon kennt und weiß, wie der Sonnenstand im Winter ist, wie der Schatten des Hauses fällt und welche Pflanzenschätze auf dem Grundstück eventuell schlummern.
3. Den Gartenstil festlegen
Danach sollte man sich auf einen Gartenstil festlegen. Was auch immer euch gefällt ist möglich, aber es sollte sich ein roter Faden durchziehen.
Mediterranes Feeling mit Terracotta-Töpfen und Steinmauern?
Bauerngarten-Charm mit Weidenzäunen und Blumen und Gemüse miteinander?
Klare Linien und ordentlicher Cortenstahl für Beetbegrenzungen, Töpfe und die Feuerstelle?
Organische Formen und geschwungene Beetgrenzen?
(Wobei ich finde, dass verschiedene Ecken auch etwas verschiedene Stile haben dürfen).

4. Planen und Aussortieren
Jetzt entsteht der Garten auf dem Papier.
Also Grundstück ausmessen und auf Millimeterpapier übertragen. Haus und vorhandene Strukturen einzeichnen, mehrfach kopieren und dann darf jeder zeichnen.
Und jetzt wird es ernst, denn jetzt muss aussortiert werden.
Manchmal ist weniger mehr! Gartenbereiche brauchen einfach einen gewissen Platz, sonst wirkt alles gequetscht und nicht natürlich und großzügig.
Viele Bereiche kann man mehrfach nutzen.
Jetzt ist auch die Zeit um zu überlegen ob es für eure Traumprojekte kleinere, umsetzbare Alternativen gibt.
- Ein Hängesessel neben einer duftenden Kletterrose.
- Ein Hot-Tub statt dem Naturteich.
- Ein Stück überdachte Terrasse statt dem viktorianischen Gewächshaus.
Einen Profi planen lassen?
Und hier sollte man aus meiner Sicht ernsthaft überlegen einen Profi um Hilfe zu bitten.
Ein Profi hat Erfahrung, was wo geplant werden sollte, allein aufgrund des Sonnenstandes, und er weiß welche Pflanze wo gedeiht und wie groß sie später wird.
Er plant gekonnt eine Mischung aus pflegeleichten Bäumen, Sträuchern, Stauden, Zwiebelblumen, die das ganze Jahr schön aussehen.
Selber planen und aus Fehlern schlau werden
Oder ihr plant selbst, wie wir, dann ist allerdings die Wahrscheinlichkeit groß, dass ihr aus Fehlern lernen werdet, der Garten später erst "fertig" wird, und dass es weniger ein "roten Faden" gibt, als bei einem von Anfang an geplanten Garten.
Dafür ist das vielleicht spannender, kreativer und aufregender...

Weniger ist mehr!
Nicht vergessen, manchmal ist weniger mehr!
Danach geht es an die Details:
5. Höhenunterschiede
Höhenunterschiede machen den Garten spannender.
Wenn die Natur die schon mitbringt: Umso besser.
Bei uns war alles platt, wir mussten also zur Schaufel greifen.
Für unsere mediterrane Ecke haben wir den Kompost des gesamten Gartens von drei Jahren aufgetürmt und noch etwas Mutterboden aus einem anderen Garten bekommen.

Eine tolle Lösung ist auch ein Senkgarten, hier hebt man Boden aus, den man an anderer Stelle aufschüttet.

In einem Senkgarden herrscht ein besonders günstiges Klima.
Man kann windgeschützt und damit warm sitzen, von außen ist man versteckt und wird nicht gesehen.
Auch eine Terrasse am Haus muss nicht immer ebenerdig geplant werden.
6. Organische Formen
Mein Mann und ich waren uns da sehr einig. Die Natur ist nicht gezirkelt, in einen Garten gehören auch organische Formen.
Geschwungene Beetgrenzen lassen den Garten gleich viel paradiesischer wirken.
Aber dieser Punkt ist natürlich wirklich Geschmackssache!


7. Spannende Wegchen...
...machen den Garten gleich viel einladender. Mit unterschiedlichem Belag, wie Rindenmulch, Kies oder mit Trittsteinen gestaltet, muss man einfach herausfinden , wo sie hinführen.
Funktionelle Wege (zum Haus, zur Garage, zur Terrasse) sollten zum Haus passen und breit genug sein (meist wählt man mindestens 1,2 m) und so profesionell angelegt sein, dass sie bei jeden Wetter begehbar sind.
Kleine Wegchen zwischen den Beeten, kann man problemlos selbst gestalten. Hier reicht eine Breite von 40-60 cm aus.
8. Gartenbereiche unterteilen
Ein Garten wirkt besser, wenn er in Nutzungsbereiche unterteilt ist.
(Frühstücksbänkchen, großer Essplatz, schattiger kleiner Kaffeetisch, Sonnenstühle, Waldecke, Sandspielecke, Wassergarten, Streuobstwiese...)
Unser Essplatz zum Beispiel ist von einer Pergola mit einem Blumenbeet umgeben.

Hecken können den Garten gliedern.
Diese Hecken können aus Obstgehölzen bestehen, oder aus Wildrosen (auch hier empfehle ich die mehfachblühenden ADR-Varianten).
Toll sind auch Vogelschutzhecken, die im Frühling mit Blüten und im Herbst mit wunderschönem bunten Laub, im Winter aber mit Beeren für die Vögel aufwarten.

Niedrige Hecke reichen auch aus um das Gefühl eines neuen Raumes zu erschaffen.

Sichtschutzwände die auf Wunsch bunt gestrichen werden oder Flechtzäune oder Staketenzäune sind Möglichkeiten den Garten in Gartenzimmer zu unterteilen.

Auch hohe Gräser oder Stauden können eine hohen Sichtschutz ergeben
Hier ist eine toller Artikel im Blog von Petra Pelz, wie ein gepflanzter Sichtschutz entsteht (Werbung ohne Gegenleistung): https://petra-pelz.com/sichtschutz-pflanzen-mit-stauden-und-graesernhohe-stauden-als-sichtschutz/
Wir nutzen für Privatsphäre auch immergrünen Bambus im Topf. Und haben hierfür drei große Töpfe neben einander stehen.
9. Rasen
Rasen und Klimawandel
Unser Rasen hat unter der Trockenheit und der Hitze in den letzten Jahren sehr gelitten.
Wir haben daher den Rasen mehr und mehr mit Staudenbeeten ersetzt und eine Magerwieseninsel im Rasen angelegt.
Außerdem habe wir Anfang September an der verbrannten Stellen hitzeresistenten Rasen ausgesäht.
Er ist gut aufgegangen und wir sind gespannt, wie er mit dem nächsten Sommer zurechtkommt.

Wildkräuter im Rasen
Aktuell mähen wir bei Bedarf mit einem Akkurasenmäher. Dadurch wachsen auch Gänseblümchen und Klee im Rasen.
Wenn die Schnitthöhe relativ hoch auf ca. 5 cm eingestellt wird, wird das Unkraut und das Moos vom Rasen beschattet.
Dann bekommt das Moos nicht genug Licht zum Wachsen.
Das war für uns einer der wichtigsten Rasentipps!
Im Frühjahr düngen wir mit einem Bio-Langzeitdünger und im Herbst mit einem spezieller Bio-Herbsdünger.
Rasenroboter
Als die Kinder noch kleiner waren, und die größere Rasenspielfläche eine wichtige Spielwiese war, hatten wir einen Rasenroboter.
Bevor die Kabel für den Rasenroboter (die den zu mähenden Bereich abgrenzen) gelegt werden, wird einmal gründlich vertikutiert und danach ist das nicht mehr notwendig.
Wenn es im Hochsommer ganz heiß ist und nicht regnet, den Rasenmäher einige Tage ausschalten.
Im Sommer nur in den Abendstunden mähen, dann kann die Schnittfläche sich bis zum nächsten Tag erholen und der Rasen verbrennt nicht so.
Aber bitte den Roboter nicht in der Dämmerung laufen lassen, auch igelsichere Modelle könnten eine Gefahr für Babyigel darstellen!
Der Rasenroboter "mulcht" den Rasen mit dem kurzen Schnittmaterial, das bekommt dem Boden wunderbar.
Laub entfernen
Im Herbst muss das Laub und Sonstiges vom Rasen mit einem Laubrechen herunter genommen werden.
Rasenkantensteine
Extrem pflegeleicht macht sich eine Rasenkante aus Steinen, wir haben alte Ziegelsteine genommen.

Die Begrenzungssteine werden auf Rasenhöhe verlegt, dann mäht der Roboter die Rasenkante noch schön mit.
Krokusband im Rasen

Und bitte ein Krokusband im Rasen anlegen.
Im Herbst mit einem Schäufelchen kleine Rasenstücke anheben und ca. 5 -7 Krokuszwiebeln darunterlegen und dann die Rasenstücke wieder einfügen und giessen.

Am besten macht es sich, wenn man die gleiche Krokussorte verwendet, damit das Band auch gleichzeitig blüht.
200-500 Zwiebeln beim Großhändler bestellen. Gemäht werden darf dann erst sechs Wochen nach der Blüte Ende April/ Anfang Mai.
Damit die Krokuszwiebeln über die Blätter genug Kraft speichern können für die Blüte im nächsten Jahr.
10. Staudenbeete anlegen
Ein Staudenbeet an zulegen ist eine Kunst. Ich habe diesem Thema ein eigenes Kapitel mit mehreren Pflanzplänen gewidmet.
Lang blühende, trockenheits-tolerante Stauden sehen wunderschön aus, kommen jedes Jahr wieder und sind eine extrem pflegeleichte Bereicherung des Gartens!
Staudenbeete anlegen und pflegen ist gar nicht schwer. Wenn die Stauden schön eingewachsen sind, ist Unkraut zupfen eigentlich nur einmal im Jahr notwendig.
Vielleicht magst du Beetbegrenzungsstauden, die das ganze Beet entlang gesetzt werden und dem Beet eine ruhigere Wirkung verleihen? Für die vordere Reihe eignen sich Purpurglöckchen (Heuchera), Frauenmantel, Bergenien, Wollziest, Schlangenbart in grün oder schwarz, und kleinere Storchschnabelarten.

Staudenbeete müssen breit sein!
Richtig schön sehen Staudenbeete nur aus, wenn sie breit genug sind. Mindestens zwei Meter müssen es sein.
Drei Höhenstufen:
Hinten die Großen, die wirklich gerne sehr hoch sein dürfen (für das paradiesische Gefühl), in der Mitte die mittleren und vorne die kleineren Stauden.

Gleiche Gruppen
Stauden wirken am besten, wenn sie in größere Anzahl zusammen gepflanzt werden.
Entweder pflanzt du eine Stauden-Gruppe, versetzt neben und hintereinander.
Oder du setzt ein Blumenband, und pflanzt die Stauden geschlängelt hintereinander. Die Engländer nennen das Drift.
Es wirkt viel beeindruckender, wenn du nicht so viele verschiedene Stauden in ein Beet pflanzt, sondern die Sorten wiederholst.
Beetbegrenzungsstaude:
Vorne eine Beetbegrenzungsstaude einplanen, die das ganze Beet entlang gesetzt wird (Heuchera, Frauenmantel, Bergenien, Wollziest, Schlangenbart in grün oder schwarz, kleinere Storchschnabelarten...)
Es wird durchgeblüht:
Es ist schön, wenn immer etwas blüht, also auch den Blühzeitkalender beachten.
Zwiebelpflanzen für den Frühling dazwischen setzen, und einige Astern, Chrysanthemen und Gräser für ein Herbstfeuerwerk einplanen.
Staudenauswahl:
In die Beete gehören pflegeleichte Sorten mit langer Blütezeit, die einem viele Jahre treu sind.
Es lohnt sich Stauden, die viele Jahre an einem Platz stehen können und alt werden zu pflanzen. Pfingstrosen können uralt werden!

Stauden mit langer Blütezeit findet ihr mit ausfürlicher Beschreibung und Pflegeanleitung bei der Staudengärtnerei Gaissmayer hier (Werbung ohne Gegenleistung):
Das tollste Werkzeug bei der Beetplanung, das ich kenne, ist die Pflanzenreich-App von Petra Pelz. Da ist alles oben Genannte schon mit drin! Und es gibt noch mehr Funktionen... (Werbung ohne Gegenleistung)
11. Nur Rosen mit ADR-Prädikat
Wer eine Garantie für reichblühende, gesunde, mehrfachblühende, frostunempfindliche Rosen will, kauft Rosen mit ADR-Prädikat.
Das ist eine deutsche Auszeichnung für Rosen, die in allen Regionen Deutschlands am besten funktionieren.
Kauft sie unbedingt preiswert wurzelnackt im Herbst oder Frühling.

Wurzelnackte Rosen wachsen schneller in den Boden ein.
Dann hat man viele Jahrzehnte etwas davon. Wunderschöne Rosen, mit denen man alt werden kann!
Bitte kauft nicht beim Discounter oder sonst irgendwo billige Rosen!!!
Habe ich natürlich auch gemacht (Grüner Daumen und so).
Aber Rosen wachsen nicht mehr gut an Stellen, wo vorher Rosen standen. Und dann musste ich aufwändig den Boden austauschen.
Also bitte gleich die richtigen aussuchen und ihr werdet wirklich nur Freude damit haben von allen auf eure unglaublich tollen Rosen angesprochen werden.
Es ist bei den ADR-Rosen wirklich für jeden Geschmack etwas dabei! Und die ADR-Rosen blühen und blühen und blühen...

Deine Gärtnerei in der Nähe verkauft und bestellt mit Sicherheit ebenfalls ADR-Rosen.
Ich habe meine Rosen unter anderem hier bezogen (Werbung ohne Gegenleistung)

12. Zwiebelblumen
Ein Garten braucht Zwiebelbumen, um das ganze Jahr über attraktiv zu sein.
Und zwar pflegeleichte Sorten. Solche die sich selber vermehren. Und jedes Jahr zuverlässig wiederkommen. Und den Nagern nicht schmecken.
Schneeglöckchen, Krokusse, Traubenhyazinthen, Osterglocken, (Wild-)Tulpen, und Zierlauch sollten in keinem Garten fehlen.


Am Besten bestellt man die beim Großhändler. Und zwar in wirklich großer Menge, dann ist das deutlich günstiger.
(Sonst mit Freunden zusammen tun und teilen).
Einmal pflanzen und immer Freude haben!
Ich habe mir dieses Jahr zum Geburtstag nur Geld für Zwiebelblumen gewünscht und hier bei Bulbi, einem niederländischen Großhändler bestellt (Werbung ohne Gegenleistung): https://www.bulbi.nl/de/fruehlingsblueher

13. Hausbaum
Ein Paradiesgarten braucht einen Hausbaum und auch Obstgehölze.
Bei uns ist der Hausbaum ein riesengroßer Kirschbaum der wohl schon seit vielen Jahren hier steht.
Hier lohnt es sich sicher sich bei einer Baumschule vor Ort genau beraten zu lassen!

14. Blickpunkte schaffen
Der Garten wirkt interessanter, wenn man einige, wenige schöne Blickpunkte schafft.
Zuviel Deko gefällt mir nicht, da bei mir im Garten die Pflanzen die Stars sind.
Aber einige Statuen, Bänke, Säulen, oder Futterhäuschen oder Rosenbögen oder Pyramiden, die das Auge anziehen sind eine Bereicherung für einen Garten.

Sie sollten dann so aufgestellt werden, dass sie einladend aussehen, und uns auffordern den Garten zu erkunden.
Sie können auch ein Ziel am Ende eines Wegchens darstellen.
15. Feuerstelle einplanen
Nichts geht über laue Sommernächte am Lagerfeuer.
An einer Feuerschale kann man Stockbrot oder Würstchen braten und auch in der kalten Jahreszeit ist ein Feuer draußen ein Highlight.
An Feuerschutz denken und die Feuerstelle mit Natursteinen unterlegen und bei Bedarf auch Schutzwände zum Beispiel aus Kordonstahl aufstellen.

16. Wasser muss sein im Paradiesgarten
Wasser macht immer auch Arbeit: Wasserbehältnisse müssen gereinigt werden, Wasser muss nachgefüllt werden, in stehendem Wasser vermehren sich viele Tiere, vor allem Stechmücken bei uns.
Daher haben wir diesen sanft plätschernden Brunnen, der durch das bewegte Wasser ziemlich pflegeleicht ist.

Wunderschön gestalten kann man auch einen Mini-Teich im Fass oder in einem großen Mörteleimer. Oder wer den Pflegeaufwand nicht scheut: Ein größerer Gartenteich oder ein Naturpool.

Kinder lieben ein Planschbecken und Zusätze für den Gartenschlauch, wie die sich drehende und spritzende Blume die in den Rasen gesteckt wurde, und auch die Rasenrutschbahn...
17. Naschgarten
Wie im Schlaraffenland, können einem die Himbeeren praktisch in den Mund wachsen. Radieschen werden schon sechs Wochen nach dem Sähen geerntet.

Samentüte auf und sehen was wächst. Unsere Favoriten im Naschgarten sind Buschbohnen, Zuckerschoten, Radieschen, Salat., Kohlrabi, bunter Mangold.
Als Pflänzchen kaufen wir Cocktailtomaten, Zucchini, Kürbis und Kräuter. Erdbeeren werden einmal gekauft und dann vermehrt.
Himbeeren gibt es stachellos und zweimal tragend.
Stachelbeeren sind wegen der bösen Stacheln nur als Hochstämmchen pflegbar.
Ich finde ja auch Johannisbeerhochstämmchen sehr schön.

18. Kompost
Kompost ist etwas sehr kostbares, aber wir haben lange gebraucht um Kompostexperten zu werden.
Bei uns ist immer alles unzerkleinert auf einem großen Komposthaufen gelandet, der dann drei Jahre rotten durfte.
Im Frühling habe ich immer erwas Kompost auf den Beeten verteilt.
Nach drei Jahren war der Komposthaufen so voll und die großen Äste waren noch unverrottet, so dass wir den Kompost zum Gelände modelieren benutzt haben.

Seitdem wir einen Schredder haben, wird der Kompost deutlich schneller fertig, und wir haben auch eine Lösung gefunden, wie der Kompost unkrautarm wird.
All unsere Erfahrung zum Thema Kompost haben wir hier für Euch zusammengetragen
19 Schubkarre:
Kauf eine Schubkarre mit Hartgummi-Reifen, die aufpumpbaren Reifen überstehen keinen Winter!
20. Garten ist nicht zum Arbeiten da...
...man muss sich unbedingt die Zeit nehmen den Garten zu genießen.

Was hast Du noch für gute Gartenideen? Wir freuen uns über Eure Kommentare, Anregungen und Ideen!
Herzliche Grüße
Marion und Christian
Kommentare
07.01.2022 Verena
Wow Marion, mega Blog!
Wenn du keine Lust mehr auf Herzen hast, kannst du einfach auf Gartenberaterin umschwenken.
Liebe Grüße
Verena
Antwort:
Liebe Verena, ganz lieben Dank! Ich freue mich bald Deinen wunderbar architektonisch geplanten Garten mit klaren Linien wieder zu bewundern! Herzliche Grüße Marion

Erfahre alles über Werkzeuge im Naturgarten
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