Wenn im Juni die ersten Holunderblüten aufgehen, beginnt für mich der Sommer.
Leicht genießen unter Apfelbäumen – Zucchini-Pasta mit Holunder-Pilz-Salsa und Pute
Ein leichtes Sommerrezept mit Zucchini, Holundergelee, Pilzen und zarter Putenbrust – perfekt für heiße Tage im Garten.
Wenn selbst die Spatzen lieber baden als fliegen
Kennst du diese ersten richtig heißen Tage im Juni?
Die Sonne steht schon am Vormittag hoch am Himmel. Das Planschbecken ist längst gefüllt, die Kinder verschwinden immer wieder mit nassen Haaren und roten Wangen im Garten, und selbst die Spatzen scheinen ihre Freibadsaison eröffnet zu haben. Im Vogelbad wird geplanscht, gespritzt und gebadet, als gäbe es kein Morgen.
Unter dem Dach sammelt sich die Wärme des Tages. Die Fenster stehen offen, die Vorhänge bewegen sich kaum, und jeder Schritt in die Sonne fühlt sich ein wenig zu viel an. Nur unter dem großen Apfelbaum ist es wirklich angenehm. Dort tanzen Licht und Schatten über den Rasen, ein leichter Wind bewegt die Blätter, und irgendwo summt eine Hummel zwischen Lavendel und Katzenminze.
An solchen Tagen hat niemand Lust auf schwere Hausmannskost. Kein Eisbein, kein Braten, keine dampfenden Kartoffelberge.
Der Körper sehnt sich nach etwas Leichtem. Etwas Frischem. Ein Gericht, das satt macht, ohne zu beschweren.
Genau dafür liebe ich diese Zucchini-Pasta mit Holunder-Pilz-Salsa und zarter Putenbrust. Die feinen Gemüsenudeln schmecken herrlich sommerlich, die Pilze bringen Würze mit, und das Holundergelee sorgt für eine überraschend feine, leicht fruchtige Note.
Ein Teller davon auf der Terrasse, ein Glas Wasser mit Minze und Zitrone dazu – und anschließend vielleicht ein kleines Nickerchen im schattigen Gartenbett unter dem Apfelbaum.
Mehr Sommer braucht es nicht.

Zucchini-Pasta mit Holunder-Pilz-Salsa und Pute
Zutaten für 4 Personen
Für die Zucchini-Pasta
- 4 große Zucchini
- 500 g Putenbrust
- 2 EL Olivenöl
- Salz
- Pfeffer aus der Mühle
Für die Holunder-Pilz-Salsa
- 300 g Champignons oder gemischte Pilze
- 1 kleine rote Zwiebel
- 1 Knoblauchzehe
- 2 EL Holunderblütengelee
- 1 EL Weißweinessig
- 2 EL Olivenöl
- 1 Handvoll frische Petersilie
- einige Blätter Zitronenthymian
- Salz
- frisch gemahlener Pfeffer

Zubereitung
1. Die Zucchini vorbereiten
Die Zucchini gründlich waschen und mit einem Spiralschneider oder Sparschäler zu feinen Gemüsenudeln verarbeiten.
Wer keinen Spiralschneider besitzt, kann die Zucchini einfach mit dem Sparschäler in lange dünne Streifen schneiden.
Die Zucchininudeln leicht salzen und beiseitestellen.
2. Die Holunder-Pilz-Salsa zubereiten
Die Pilze putzen und klein würfeln.
Zwiebel und Knoblauch fein hacken.
Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Pilze kräftig anbraten, bis sie leicht gebräunt sind. Anschließend Zwiebel und Knoblauch dazugeben und kurz mitbraten.
Nun Holunderblütengelee und Weißweinessig einrühren. Das Gelee schmilzt langsam und verbindet sich mit den Pilzen zu einer wunderbar aromatischen Salsa.
Mit Salz, Pfeffer und den fein gehackten Kräutern abschmecken.
3. Die Putenbrust braten
Die Putenbrust in Streifen schneiden.
Mit Salz und Pfeffer würzen und in einer zweiten Pfanne in etwas Olivenöl goldbraun anbraten.
4. Die Zucchini-Pasta garen
Die Zucchininudeln nur 2 bis 3 Minuten in einer großen Pfanne schwenken.
Sie sollen weich werden, aber noch etwas Biss behalten.
5. Anrichten
Die Zucchini-Pasta auf Teller verteilen.
Die gebratene Pute daraufgeben und die Holunder-Pilz-Salsa großzügig darüberlöffeln.
Nach Belieben mit frischen Kräutern garnieren.

Warum dieses Sommergericht so gut tut
Gerade an heißen Tagen fühlt sich schweres Essen oft anstrengend an. Dieses Gericht liefert dagegen viel Gemüse, hochwertiges Eiweiß und jede Menge Geschmack.
Die Zucchini sorgt für Frische und Leichtigkeit, die Pute macht angenehm satt und die Pilze bringen eine herzhafte Tiefe mit, die wunderbar mit der feinen Süße des Holundergelees harmoniert.
Das Ergebnis schmeckt überraschend raffiniert, obwohl die Zubereitung kaum länger dauert als ein schneller Mittagssnack.
Meine Tipps aus dem Naturgarten
- Besonders aromatisch wird das Gericht mit selbstgemachtem Holunderblütengelee.
- Frischer Zitronenthymian aus dem Garten passt hervorragend dazu.
- Wer mag, ergänzt einige geröstete Pinienkerne für zusätzlichen Biss.
- Statt Pute kannst du auch Hähnchenbrust oder Halloumi verwenden.

Sommer auf dem Teller
Manchmal sind es genau diese einfachen Gerichte, die einen Sommertag perfekt machen.
Ein Mittagessen im Schatten des Apfelbaums. Das Summen der Insekten in den Staudenbeeten. Kinder, die zwischen Planschbecken und Himbeersträuchern unterwegs sind. Die Vögel, die immer wieder zum Baden ins Vogelbad kommen.
Und danach vielleicht eine halbe Stunde Ruhe im Gartenbett, während die Blätter über dir rascheln und die Welt für einen Moment ganz langsam wird.
Wenn du das Rezept ausprobierst, erzähle mir gern in den Kommentaren, wie es dir geschmeckt hat. Hast du schon einmal mit Holundergelee in herzhaften Gerichten gekocht? Ich freue mich auf deine Erfahrungen und Ideen aus deiner Sommerküche!
Herzliche Grüße
Eure Marion
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