Iris- Pflanze einer Göttin

27.12.2020

Schwertlilien verzaubern mit ihren wunderschönen Blüten

Ein Höhepunkt des Spätfrühlings im Garten ist die Schwertlilienblüte. Wie ein Regenbogen, in allen Farben leuchtet das Bartirisbeet. Zwischen den eleganten graugrünen Schwertblättern schwebt mehr als ein Meter über dem Erdboten die geheimnisvolle, mehrfarbige Blüte der Schwertlilie. Mit dem bunten Bart sehen die Blüten irgendwie märchenhaft aus und erinnern an einen Mund, der einem etwas zuflüstern will. 


Iris , im alten Griechenland eine Götterbotin

Kein Wunder , dass die Iris schon immer als eine göttliche Pflanze galt . In der Antike, bei den alten Griechen war die Göttin Iris die Personifikation des Regenbogens und eine jungfräuliche Götterbotin. 

Iris begleitet in der Mythologie die Seelen über die Regenbogenbrücke in das Reich des ewigen Friedens.

Schwertlilien im alten Rom

Die Römer verwendeten die aromatischen Wurzeln (Rhizome) geschält um Wein zu aromatisieren. Die Iris wird auch "Veilchenwurz" genannt, da die Rhizome ätherische Öle enthalten, die wie Veilchen riechen. 


Verwendung der Bartiris im Mittelalter

Auch im Mittelalter fand sich die Schwertiris wohl in jedem Klostergarten. Kleinen Kindern fertigte man Ketten mit dem getrockneten Rhizom als Zahnungshilfe an. Man schrieb der duftenden Wurzel verschiedene Heilwirkungen zu (Blasenleiden, Menstruationsbeschwerden, Schlaflosigkeit), die sich in unserer Zeit aber nicht wissenschaftlich erhärten ließen. 

Eine ganz besondere "Nebenwirkung"

Beliebt bei den edlen Damen soll auch das aus der Iriswurzel hergestellte Veilchenkonfekt gewesen sein. Da der Duftstoff bei der Verdauung im menschlichen Körper nicht abgebaut wird, führte der Genuss des Veilchenkonfektes auch zu "schicklicheren" Gerüchen auf dem stillen Örtchen.


Die Schwertlilie als Wappenpflanze

Eine stilisierte Schwertlilie fand ihren Weg in das Wappen des französischen Königs (Fleur de Lys) und tauchte dann auch in den Wappen verschiedenen europäischen Adelshäuser auf) Das Blatt sollte wohl ein kampfbereites Schwert symbolisieren und und die Blüte ein reines Herz. 

Neue Züchtungen

Heute gibt es unendlich viele neue Züchtungen der hohen Bartiris. Exquisite Formen, neue Farbkombinationen, gerüschte und gefranste Blütenblätter., ausgefallene neue Farbnuancen. 

Alle Färben des Regenbogens eben.


Iriswurzeln für Potpourri

Für Potpourri werden auch heute noch die Iriswurzeln verwendet. Man gräbt ein möglichst schon drei Jahre altes Rhizom aus, schält es und reibt es fein mit der Küchenreibe. Es duftet zart nach Veilchen und hält den Duft anderer Pflanzen für lange Zeit haltbar (Z.B. Rosen und Lavendel aber auch Kräuterpopouri mit Salbei und Rosmarin).


Pflegetips für Schwertlilien (Iris barata eliator)

Schwertlilien tolerieren Trockenheit bestens. Sie sind also hervorragend für kommende warme Sommer gerüstet. Staunässe mögen sie dafür aber nicht. In eher feuchten Bereichen kann man sie erhöht pflanzen (Erde anhäufeln, wie ein Maulwurfshügel und oben die Knollenwurzel (das Rhizom) darauf pflanzen).. Sie brauchen unbedingt ein sonniges Beet (mindestens sechs Sonnenstunden) um üppig zu blühen. Die Rhizome sollten nicht ganz in den Erdboden eingegraben werden, sondern zur Hälfte bis zu einem Drittel über der Erde liegen,Keine Angst vor Winterkälte. Die Schwertlilien sind absolut frostresistent.


Ich freue mich sehr über Kommentare, Anregungen, Rückmeldungen, neue Ideen!