7 spannende Informationen über das Schneeglöckchen 

23.01.2021


Hier habe ich Euch sieben wissenswerte Informationen über das Schneeglöckchen zusammengetragen,  die jeder Gartenliebhaber wissen sollte.

Wenn winterlich-kalte Stürme uns in der warmen Wohnung bleiben lassen, wenn  der Schnee eine weiße Decke über die Natur legt und eisige Kälte Gewässer und den Boden gefrieren lässt, erhebt sich wie ein kleines Wunder am Waldesrand und im Garten als erstes Zeichen des nahenden Frühlings das Schneeglöckchen.

Wie spielende kleine Elfchen, mit weißen Festtagskleidern schweben sie bei uns im Garten über dem Rasen und tanzen im Wind.


1. Optimale Pflege von Schneeglöckchen

Schneeglöckchen mögen es im Frühjahr sonnig und im Sommer schattig. Optimal stehen sie unter einer Laubhecke oder einem Laubbaum, oder im Beet etwas weiter hinten. Aber wenn man mit dem Mähen etwas wartet, kann man Schneeglöckchen auch sehr hübsch in den Rasen pflanzen. Die Blätter sollten nicht entfernt werden, damit die Pflanze genug Kraft für das nächste Jahr sammeln kann. 

Damit sich aus einzelnen Schneeglöckchen große Horste mit vielen Blüten bilden ist eine Düngung mit Kompost im Herbst sehr nützlich. Die Pflanze mag humosen Boden.  


2. Manche Schneeglöckchen sind mehrere hundert Euro wert 

Kein Wunder, dass das Schneeglöckchen (Galantus, aus dem griechischen, übersetzt ungefähr "Milchblüte")  so viele Anhänger hat. Inzwischen gibt es auch unendlich viele verschiedene Sorten: Blüten mit gelben Köpfchen, Arten mit grünen Sprenkeln auf den weißen langen Blättern. Schneeglöckchen, die im Herbst blühen und späte Sorten, die im April noch mit ihren Blüten erfreuen.

Schneeglöckchenfreunde nennen sich Galantophile

Schneeglöckchenliebhaber tauschen ihre Schätze oder verkaufen rare Sorten teilweise für viel Geld. Echte Schneeglöckchenexperten pflanzen ihre besonderen Zwiebeln in Körbchen und schneiden die Blüten beim Verblühen ab, um die Sorten rein zu halten.

In unserem Naturgarten kümmern sich die Ameisen um die Vermehrung und Verbreitung der Schneeglöckchen. Ab und zu werde ich schwach und eine neue Sorte begeistert mich und landet in meinem Einkaufswagen (Dieses Jahr steht eins mit gelben Köpfchen auf meiner Wunschliste!).


3. Schneeglöckchen gibt es bei  uns erst seit 500 Jahren

Die Herkunft des Winterblühers

Das Schneeglöckchen stammt ursprünglich aus dem Kaukasus, aus Vorderasien und aus Mittel- und Südeuropa. Bei uns fand es sich wohl erst ab dem 16. Jahrhundert in Klostergärten und dann auch in den Hausgärten. (Erste Erwähnung in Deutschland wohl im Jahr 1588 von Joachim Camerarius (Nürnberg). Die weißen Blütenbänder am Waldrand im Januar sind also verwilderte Gartenbewohner. Deshalb findet man auch oft im Umfeld von Klostern große Schneeglöckchenbestände.

Angeblich mit dem Krimkrieg (1853-1856) brachten englische Soldaten Zwiebeln des Winterblühers Galanthus plicathus nach England, wo begeisterte Züchter durch Kreuzung mit dem heimischen und dem türkischen Schneeglöckchen erstaunliche neue Sorten schufen.


4. Es ist immer noch nicht abschließend geklärt, ob  Schneeglöckchen Wärme produzieren können um den Schnee über ihnen zu schmelzen

Ein kleines Wunder ist das Schneeglöckchen schon. Bis heute rätseln Forscher, ob das Schneeglöckchen Biowärme produziert um den Schnee schmelzen zu lassen (Es gibt Pflanzen die beachtliche Wärme entstehen lassen können, beim Schneeglöckchen konnte man dieses Phänomen bisher aber nicht sichern).

Auf jedenfall ist bei dem gewöhnlichen Schneeglöckchen aber die ganze Pflanze (auch die Blüten) vollkommen Frosthart.


5. Das Schneeglöckchen enthält einen Wirkstoff gegen die Alzheimer-Demenz

Das Schneeglöckchen, obwohl schwach giftig, ist eine Heilpflanze: Vielleicht kannte man sogar schon in der Antike bei den alten Griechen die Heilwirkung des giftigen Schneeglöckchens.

Galanthamin heißt der Wirkstoff in den kleinen, weißen Winterblühern, der die Symptome einer Demenz vom Alzheimer Typ mildern kann. Russische Forscher entdeckten den Wirkstoff. Heutzutage wird er rein synthetisch hergestellt und seit inzwischen fast 20 Jahren bei der im hohen Alter häufigen Alzheimer Demenz eingesetzt.


6. Das Schneeglöckchen kommt vielleicht schon in der altgriechischen Saga Odyssee vor

Immer wieder wird darüber spekuliert, ob auch schon die alten Griechen, die Heilwirkung des Schneeglöckchens kannten. Möglicherweise wird das Schneeglöckchen auch Inder Odyssee als rettete Heilpflanze beschrieben.

Nach einem Sturm strandet  Odysseus auf der Insel der Zauberin Kirke. Ein Teil der Mannschaft erkundet die Insel und wird von der listigen Kirke zum Essen eingeladen. Kirke aber mischt ein pflanzliches Zaubermittel (böse Kräuter) unter das Essen, das bei Odysseus Mannen zu Vergessen führt (und sie außerdem in Schweine verwandelt).  Der Götterbote Hermes versorgt Odysseus mit einem wirksamen Gegenmittel: Er gibt ihm die Götterpflanze "Moly" . Kirke lädt auch Odysseus zum Essen ein, da er aber durch die Zauberpflanze Moly geschützt ist vergisst er seinen Plan nicht. Der Zaubertrank rettet auch die restliche Mannschaft vor dem Vergessen und aus den Schweinen werden wieder Seefahrer. 

Im Orginaltext beschreibt der Dichter Homer wohl botanisch exakt die rettende Zauberpflanze: «Also sprach Hermeias und gab mir die heilsame Pflanze, die er dem Boden entriss, und zeigte mir ihre Natur an: Ihre Wurzel war schwarz und milchweiss blühte die Blume; Moly wird sie genannt von den Göttern.» («Odyssee» X, 302-304).

Vielleicht entspricht die Zauberpflanze Moly aber doch eher dem Schwarzlauch. Denn so richtig schwarz ist die Schneeglöckchenzwiebel ja nicht. (Und Alliumarten, wie auch der Knoblauch, helfen ja bekanntlich nicht nur gegen Arterienverkalkung, sondern im Volksglauben auch gegen Verzauberung und nicht zuletzt wie meine Kinder mir an Halloween erklärt haben auf jeden Fall gegen Vampire...)


7. Das Schneeglöckchen stärkt  im Winter das Immunsystem von Gartenliebhabern

Wie auch immer: Das Schneeglöckchen bleibt ein bezaubernder Bote des nahenden Frühlings. Und an trüben Wintertagen, wie heute, lockt mich die Hoffnung das zarte, anmutige Elfchen im Garten tanzen zu sehen hoch von meiner Couch und raus in den Garten. So, ich geh dann mal raus, an die frische Luft, schauen, ob schon was zu sehen ist! Wenn das nicht gut für das Immunsystem ist?


Ich freue mich sehr über Eure Kommentare und Rückmeldungen, Anregungen neue Ideen


Selbstverständlich passe ich auf Deine Daten genau so sorgfältig wie auf meine Pflänzchen auf. 

Ich gebe sie auch nicht weiter, versprochen!

Soll ich Dir eine kurze Email  schicken, wenn es Neues  für Blütenliebhaber gibt?

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