Gartenzeit statt Medienzeit:        10 Ideen für den Winter

22.12.2025

Raus aus der Stube, rein ins Winterabenteuer ❄️✨

Draußen glitzert Raureif, der Atem malt kleine Wolken in die kalte Luft, alles ist still und klar – und drinnen versinken die Kinder im Sofa, eingekuschelt mit Bildschirmen und dicken Socken?

Nichts wie raus in den Garten – ja, auch im Winter!

Eiskalt? Perfekt! Dann entstehen gefrorene Seifenblasen, ein Tisch aus Eis oder funkelnde Eislaternen.

Und wenn es draußen doch zu ungemütlich wird, geht der Winterspaß drinnen weiter: Wir basteln im Warmen mit Gartenmaterialien, machen Seife oder Badekugeln (übrigens wunderbare Weihnachtsgeschenke), füllen Vogelfutter in Tassen oder freuen uns über Kresse-Igel, aus denen schon die ersten Keimlinge sprießen – ein kleiner Vorgeschmack auf den Frühling.

Warm anziehen, rausgehen, Winter erleben. ❄️🧤🔥Nichts wie raus in den Garten – ja, auch im Winter!

10 Gartenideen für den Winter ❄️🌿

  1. Nicht mehr alle Tassen im Schrank!
    Meisenknödel in Tassen servieren

  2. Frozen-Magie
    Gefrorene Seifenblasen bestaunen

  3. Die schönste Seife der Welt
    Seife selbst herstellen

  4. Ausstellungseröffnung im Garten
    Eisbilder gestalten und aufhängen

  5. Steinalte Idee – immer wieder gut
    Steine zum Spielen bemalen

  6. Kresse-Igel
    Wachsen sehen und auf den Frühling freuen

  7. Fantasy-Welten
    Selbstgemachte Knete und freies Spielen

  8. Ein "cooler" Tisch
    Ein Tisch aus Eis für Winterpicknicks

  9. Grün im Grau
    Ein Moosbild selber machen

  10. Duft nach Sommer
    Badekugeln selbst herstellen

✨ Diese Ideen bringen Kreativität, Bewegung und Natur in die Winterzeit – drinnen wie draußen, für kleine und große Kinder, für ruhige Nachmittage und abenteuerliche Tage.



    1. Nicht mehr alle Tassen im Schrank!

    Meisenknödel in Tassen 🐦☕

    Wenn der Boden im Winter gefroren ist, sind Wildvögel besonders dankbar für energiereiches Futter.
    Und das Beste: Bei einer Tasse warmem Kakao lässt sich dieses Vogelfutter ganz entspannt gemeinsam mit den Kindern zubereiten. Ihr werdet staunen, welche gefiederten Gäste sich bald an eurem Futterplatz einfinden!

    Material:

    • 4 Tassen

    • 🥥 500 g Kokosfett
      (2 × 250 g reines, nicht gehärtetes Kokosfett; im Supermarkt meist bei Margarine)

    • 🌾 1 Tasse Haferflocken

    • 🌻 1 Tasse geschälte Sonnenblumenkerne

    • 🌰 1 Tasse ungewürzte Nuss- & Samenmischung
      (z. B. Leinsamen, Chiasamen, Haselnüsse, Mandeln, Walnüsse, Kürbiskerne, Erdnüsse – nehmt, was ihr da habt)

    • 🍒 Beeren zur Dekoration
      (Rosinen, Heidelbeeren, Hagebutten, rote Weißdornbeeren)

    • 🌿 4 kurze Stöckchen

    • 🧵 Bast oder Schnur


    An die Arbeit:

    1. Das Kokosfett im Topf schmelzen.

    2. Haferflocken, Sonnenblumenkerne und Nussmischung unterrühren.

    3. Die Masse in die Tassen füllen.

    4. Je ein Stöckchen hineinstecken – darauf sitzen die Vögel später.

    5. Mit Beeren dekorativ verzieren.

    6. Die Mischung fest werden lassen (ca. 1 Stunde, draußen geht es schneller).

    7. Bast- oder Schnurschlaufen an die Henkel knoten und die Tassen aufhängen.

    Optional könnt ihr zur Dekoration Zieräpfel, Hagebutten oder wilden Wein an die Schnüre binden – sieht wunderschön aus!

    💡 Tipp:
    Wenn ihr die Tassen verschenken möchtet, verwendet statt frischer Beeren lieber Rosinen, getrocknete Cranberrys oder Hagebutten. Die halten länger und sehen genauso hübsch aus.

      Wissenswert:

      Meisen, Amseln und Spatzen sitzen an den Futtertassen. Vielleicht aber auch ein Buntspecht, ein Zaunkönig, eine Goldammer, eine Heckenbraunelle oder ein Distelfink.

      Erkennst du sie alle?

      Hier beim bayrischen Landesbund für Vogel-und Naturschutz findest du Steckbriefe der 25 häufigsten Gartenvögel.

      Warum Vögel füttern eine gute Tat ist 🐦❄️

      Vögel sind – genau wie wir Menschen – Warmblüter.
      Um zu überleben, müssen sie ihre Körpertemperatur konstant zwischen 38 und 42 Grad halten. Nur dann funktionieren Verdauung, Bewegung und das Immunsystem zuverlässig.

      In frostigen Winternächten kostet das enorm viel Energie.
      Denn anders als wir haben Vögel keine Zentralheizung, kein Dach über dem Kopf und keine Vorratskammer.

      👉 Ein Beispiel:
      Eine Meise verbraucht in einer Nacht mit –10 °C rund 15 % ihres Körpergewichts, allein um warm zu bleiben.
      Um diese Energie wieder auszugleichen, muss sie am nächsten Tag etwa 2 Gramm Futter aufnehmen.

      Das klingt wenig – ist es aber nicht.
      Übertragen auf uns Menschen hieße das:

      • Ein Kind mit 50 kg müsste 7,5 kg Pizza essen

      • Eine erwachsene Person mit 70 kg sogar über 10 kg

      Kannst du dir vorstellen, so viel an einem einzigen Tag zu essen?

      Warum es heute so schwer ist, Futter zu finden

      Natürlich war der Winter schon immer eine harte Zeit für Wildtiere. Auch früher haben nicht alle Vögel überlebt. Manche Wissenschaftler sagen sogar, dass der Winter eine natürliche Auslese ist: Nur starke, gesunde Tiere pflanzen sich im Frühjahr fort.

      Aber:
      Heute haben wir Menschen die Bedingungen drastisch verändert.

      • Hecken, Feldraine und Wälder wurden für Städte und große Felder gerodet

      • Es gibt immer weniger Wildbeeren und Samen

      • Durch Überdüngung und Insektizide verschwinden Insekten – eine lebenswichtige Nahrungsquelle für viele Vögel

      Die Folge: Selbst gesunde Vögel finden im Winter oft nicht mehr genug Nahrung, um zu überleben.

      Deshalb füttere ich Vögel

      Nicht aus Mitleid – sondern aus Verantwortung.
      Wir haben ihren Lebensraum verändert, also können wir auch helfen.


      Noch mehr Ideen für Vogelfutter findet ihr hier:

      Zugvögel – große Reisen mit kleinen Flügeln 🐦🌍

      Viele Vögel verlassen uns im Winter. Schwalben, Drosseln, Lerchen – wie auch die Störche – ziehen in wärmere Gebiete, wenn hier Nahrung und Insekten knapp werden.
      Manche sind Kurzstreckenzieher und fliegen in den Mittelmeerraum, andere sind Langstreckenflieger und überwintern sogar in Afrika.

      Kannst du dir vorstellen, was das bedeutet?
      Eine Schwalbe fliegt bis zu 4.000 Kilometer – über das Mittelmeer, über die riesige Sahara hinweg.
      Bis zu 14 Stunden am Tag, oft 500 Kilometer am Stück. Eine unglaubliche Leistung für so ein kleines Tier.

      Dieses Zugverhalten ist den Vögeln angeboren. Es ist genetisch programmiert.
      Zur Orientierung nutzen sie:

      • das Erdmagnetfeld (über spezielle Magnetfeldrezeptoren),

      • den Sonnenstand,

      • die Sterne

      • und markante Landschaften wie Flüsse oder Küsten.

      Doch auch dieser weite Weg ist anstrengend:
      Schwache oder kranke Vögel überleben den Vogelzug nicht. Nur kräftige Tiere schaffen die Reise.

      Im März oder April kehren unsere Singvögel zurück.
      Dann beginnt es wieder zu zwitschern, zu bauen und zu brüten –
      und die Schwalben ziehen ihre Kreise am Frühlingshimmel!

      Ein kleines Wunder, das sich jedes Jahr aufs Neue wiederholt.


      2. Frozen: Erfrorene Seifenblasen

      Umso kälter, umso schneller entstehen die Muster in den Seifenblasen.


      Material:

      • Seifenblasenlösung (1 Fläschchen sind 50 ml Lösung) und Pustewerkzeug

      • 1 Teelöffel Puderzucker

      • Minustemperaturen

      An die Arbeit

      1. In ein Fläschchen (50 ml) Seifenblasenlösung 1 Teelöffel Puderzucker geben, schön schütteln, 10 Minuten stehen lassen, dann über nacht in den Kühlschrank stellen
      2. Am nächsten Morgen die Seifenblasen auf eine glatte Fläche pusten und beim gefrieren zuschauen

      Tipps: 

      Unbedingt einige Stunden vor dem Pusten den Zucker einrühren und Schütteln (sonst ist die Lösung zu blasig)

      Seifenblasenlösung unbedingt in den Kühlschrank stellen, wenn die Lösung zu warm ist platzen die Blasen

      Um so kälter, umso länger halten die Blasen. Am besten morgens fotografieren gegen die aufgehende Sonne.

      Für die glatte Fläche, auf der die Blasen schön sitzen bleiben eignet sich eine Eisplatte, die man über Nacht in einem Plastikgefäß gefrieren lässt (gerne auch bei Minus 17 Grad in der Eistruhe)

      Auch das Handy macht schöne Fotos!

      Wissenswert:

      Den Gefriervorgang zu beobachten ist spannend: 

      Wie bei einem Schneesturm wirbeln kleine Kristalle über die Seifenblase. Ich dachte erst der Wind dreht die Blase. 

      Aber, irgend etwas war falsch! Stand die Erde plötzlich auf dem Kopf? Die Kristalle flogen von unten nach oben. Sie entstanden an der Kontaktfläche mit dem Schnee und wirbelten wie Satelliten über die Erdkugel Richtung Nordpol.

      Plötzlich stand die drehende Blase still und die Kristalle wurden größer. Schließlich berühren sich die federartigen Muster und die Seifenblase erstarrte.

      Was passiert da?

      Der "Die-Erde-steht-Kopf-Effekt" heißt in der Physik Marangoni-Effekt.

      Wenn die Seifenblase am Untergrund festfriert entsteht Gefrierwärme (durch den Wechsel des Aggregatzustandes). 

      Diese Wärme verringert die Oberflächenspannung der Seifenblasenflüssigkeit im unteren Bereich.

      Die Flüssigkeit fließt dadurch von der niedrigeren Oberflächenspannung unten nach oben, zu dem kälteren Bereich mit höherer Oberflächenspannung.

      Die winzigen Eiskristalle bilden sich da, wo die Seifenblase auf den gefrorenen Untergrund trifft.

      Die Seifenblasenflüssigkeit reißt dann die kleinen Eiskristalle in einem wilden Tanz mit nach oben. Und zwar durch den "Die-Erde-steht-Kopf-" oder Maragoni-Effekt.

      Die schönen federartigen Muster entstehen durch die Zugabe des Zuckers, der Kristallmuster in dem Eis bildet.


      3. Die schönste Seife selber machen

      Seife macht ihr am besten im Dezember.  

      Dann könnt ihr eure selbstgemachte Seife an Weihnachten verschenken.

      Über diese pflegende Gartenseife freuen sich alle.

      Material für 12 Seifen

      • 1 kg Seifenblock transparente Aloe-Vera-Glycerin-Seife
      • 1 kg Seifenblock Sheabutter-Glycerinseife
      • Seifengießform aus Silikon für 6 Seifen
      • Naturmaterialen zur Dekoration: Getrocknete Rosenblütenblätter, Lavendelblüten, Rosmarinzweig, Gewürze, Kaffeebohnen
      • Natürliche ätherische Duftöle, wenn gewünscht (Den Duft bei empfindlicher Haut weglassen)


      Tipp: Im Teeladen nach Blütentee fragen, manche Teemischungen eignen sich perfekt für Blütenseifen


      An die Arbeit:

      • Die Seifengießform aus Silikon wird stabil auf ein Küchenarbeitsbrett gestellt. Dann verteilst du die Seifendekoration dünn in den Gießformen. 

      • Lavendelblüten, getrocknete Rosen- und Hortensienblätter oder Blütentee gefällt mir am besten. Getrocknete Thymian oder Rosmarinzweigchen und Blättchen sehen auch hübsch aus. Auch dünne Scheiben von getrockneten Zitrusfrüchten, Kaffeebohnen und Gewürze wie Nelken können verwendet werden.

      • Als nächstes wird die transparente Aloe-vera-Glycerinseife in kleine Würfel geschnitten (oder man kann die Seife auch mit einer Küchenreibe klein reiben).  Daruauf schmilzst du die Seife auf mittlerer Stufe in der Mikrowelle. Die Mikrowelle immer wieder öffnen und die Seife rühren, damit sie sich gleichmäßig erwärmt.  

        Die Seife darf nicht wärmer als 55°C werden, sonst verformt sich die Seife beim Kaltwerden. Sie wird dann wellig und schwitzt Wasserbläschen aus und schäumt nicht mehr gut. 

      • Zunächst wird nur eine dünne Schicht flüssige Seife in die Form gegossen (3-5 Millimeter). Wenn man mehr Seife eingießt schwimmen die Dekorationsmaterialien nach oben, und wären nicht mehr an der Oberfläche zu sehen.

      • Dann werden in einem zweiten Schritt die Förmchen bis zur Hälfte mit der transparenten Aloe-vera-Glycerinseife gefüllt. Danach warten bis die Seife fest wird. Das dauert ungefähr zehn Minuten.

      • In einem dritten Schritt erhitzt man Shea-Butter-Seife (auch die vorher in kleine Würfel schneiden). Dann werden die Förmchen vollständig mit der weißen Sheabutterseife gefüllt.

      • Eine Stunde sollte die Seife ruhen um vollständig  fest zu werden.

      • Zum Schluss kannst du die fertige Seife vorsichtig aus der Silikonform lösen.

      • Ist sie nicht schön geworden?

      Wissenswert:

      Schmierseife sieden

      Seife aus Fett und Lauge herzustellen ist ein gefährliches Handwerk. 

      Für Schmierseife zum Waschen und Putzen wurden früher Knochen ausgekocht um das tierische Fett zu gewinnen.

      Dieses Fett wurde mit ätzender Holzasche verseift. Dabei entstanden giftige Dämpfe. 

      Gut gerochen hat diese Schmierseife auch nicht.

      Aber immerhin: Die Wäsche wurde sauber und auch für den Wohnungsputz war die Seife nützlich.


      Gallseife, Omas Fleckenteufel

      Für hartnäckige Flecken in der Wäsche war früher auch Gallseife beliebt. 

      Bei der Gallseifeherstellen wurde Schmierseife mit Rindergalle gemischt. 

      Ekelhafte Vorstellung oder?

      Aber die Salze der Gallensäuren trugen zur Reinigung bei. Sie helfen, dass Fette und Wasser sich vermischen. Sie dienen als Emulgatoren.

      Öl und Wasser sind Flüssigkeiten, die sich nicht freiwillig miteinander mischen. In einem Glas stehen beide Flüssigkeiten in Schichten übereinander.

      Die Verdauung in unserem Darm (und im Rinderdarm) funktioniert nur, wenn Fett in kleinste Tröpfchen verteilt werden, und Wasser und Fett sich mischen. 

      Die Gallensalze emulgieren das Fett, also zum Beispiel das Olivenöl in der Salatsoße. Dann können fettabbauende Enzyme die Fette spalten.

      Die Gallensalze haben, vereinfacht gesagt, eine fettfreundliche und eine wasserfreundliche Seite. 

      Sie bilden einen Mantel um die in kleinsten Fetttröpfchen, sie sich durch die wasserfreundliche Außenseite des Mantels gut mit dem Wasser mischen. 

      Durch diese Eigenschaft der Gallensalze hilft Gallseife Fett, Blut und Obstflecken aus Stoffen zu entfernen, wenn man ordentlich reibt und bürstet.

      Heutzutage enthalten Waschmittel Enzyme die Eiweißstoffe, Fette oder Stärke in den Flecken abbauen. Wir brauchen nicht mehr reiben und bürsten. 

      Und auch keine Rindergalle mehr im Waschmittel.


      Edle Seifen aus Olivenöl

      Wohlriechende Seife aus Olivenöl war schon immer teuer. Dafür wird hochwertiges Olivenöl (oder andere pflanzliche Fette wie Sheabutter) mit Natronlauge verseift.

      Aber auch dieser Verseifungsprozess ist durch die Lauge nicht ungefährlich. Außerdem muss die Seife acht Wochen ruhen.  So lange dauert es bis ihr pH-Wert so weit sinkt, dass wir das Gemisch an unsere Haut lassen können.

      Immerhin: Die Seife aus pflanzlichen Fetten riecht gut und sieht schön aus.

      Wir schmelzen die fertig gesiedeten Seifen für unsere Kunstwerke nur und bringen sie in eine andere Form.

      Wir verwenden für unsere Seifen schon fertig verseifte Seifenblöcke, die aus hochwertigen pflanzlichen Fetten hergestellt wurden.


      4. Ausstellungseröffnung in der Bildergalerie in Eis

      Durchsichtiges Eis, dass klirrt wie Porzellan und in der Sonne glitzert. Diese Eisbilder machen schon kleinen Kindern Spaß.

      Material

      • Stabile Juteschnur

      • Beschichtete Pappteller

      • (Getrocknete) Blätter, Blüten, Stöckchen, Beeren

      • Wasser

      • Minustemperaturen draußen

      An die Arbeit:

      1. Die Pappteller auf eine ebene Fläche stellen, wo es gefriert (Terrassentisch, Terrassenboden)

      2. Die Juteschnur doppelt nehmen und so knoten, dass ein Aufhänger und ein Kreis entsteht (siehe Bild). Den Schnurkreis in den Teller legen.

      3. Jetzt dürfen die Teller nach Lust und Laune mit Blüten, Blätter, Beeren verziert werden.

      4. Anschließend wird kaltes Wasser in die Teller gegossen (so viel wie hineinpasst).

      5. Am nächsten Tag die gefrorenen Kunstwerke von den Tellern lösen (notfalls warmes Wasser von hinten über die Teller laufen lassen).

      6. Zum Schluss die Eisbilder an einem Baum, Geländer oder Zaun aufhängen und bestaunen, wie die Sonne das Eis zum glitzern bringt.

      Wissenswert:

      Eiswürfel, die so durchsichtig sind, als wären sie aus Glas sind der neuste Hit! In edlen Restaurants sind die Glaseiswürfeln für Getränke total gefragt!. 

      Aber wann und wie wird Eis durchsichtig?

      Wenn Wasser schnell gefriert, entstehen Lufteinschlüsse und Risse im Eis. 

      Unser kalkhaltiges Leitungswasser gefriert immer zu weißen Gebilden. Regenwasser bildet schon schöneres Eis und mit destilliertem Wasser, das bei nierdigen Außentemperaturen langsam durchgefrieren darf, entsteht glasklares Eis.

      Um glasklare Eiswürfel herzustellen, solltest du destilliertes Wasser verwenden (Gibt es in jedem größeren Supermarkt und im Baumarkt). 

      Außerdem sollte das Eiswürfelgefäß schön sauber sein. Staub bildet Kristallationskerne die wieder als weiße Einschlüsse stören.

      Wenn du die saubere Eiswürfelbox mit destilliertem Wasserdann noch in ein verschließbares Plasitkgefäß packst, gefriert sie langsam.. 

      Zusätzlich kannst du den Deckel oben mit Alufolie oder Styropor isolieren. Dann frieren die Würfel von unten nach oben durch. So können sich ganz geordnete Kristalle bilden und die Eiswürfel werden perfekt durchsichtig, wie im Edelrestaurant.


      5. Steinalte Idee: Steine zum Spielen bemalen

      Material:

      • flache Steine, vielleicht bei einem Spaziergang an einem kleinen Bach oder flachen Fluss gesammelt

      • Acrylstifte (Acrylmarker) zum Bemalen von Steinen (ca. 8 Euro)

      • Mandala-Schablonen 15 x 15 cm aus PET-Material (ca. 7 Euro)

      An die Arbeit

      • Als erstes werden die Steine gewaschen und gründlich gesäubert. Je nach dem, wo ihr die Steine gesammelt habt, eventuell die Steine in einem alten Kochtopf mit kochendem Wasser übergießen und 10 Minuten stehen lassen (So sind Keime abgetötet und die Steine riechen nicht unangenehm). Danach müssen die Steine vollständig trocknen.

      • Dann machen wir uns an das Bemalen. Vorsicht, die Acrylstifte sind Permanentmarker. Bitte alte Malkleidung anziehen. Kleinere Kinder malen besser draußen oder über einer Unterlage aus alter Zeitung. 

      • Wenn man die Acrylmarker das erste Mal verwendet, müssen die Stifte teilweise, wie auf der Verpackung empfohlen vorbereitet werden. (Man drückt dann die Miene auf einer Unterlage auf, bis die Acrylfarbe in die Filzmine geflossen ist).

      • Die Mandala-Schablonen werden mit ihren Zentrum auf die Steinmitte gelegt. Für Kinder muss man die Schablonen oft um die Steine herum legen und mit Kreppband an der Rückseite fixieren. Größere Kinder und Erwachsene fixieren die Schablone mit der linken Hand an den Steinen, mit der rechten Hand wird gemalt.

      • Die Steine werden am besten im Garten bemalt. Denn die Farbe ist wasserfest und geht von den Steinen bei Regen nicht ab, aber sie ist auch auch von Möbeln nur sehr schwer wieder zu entfernen (Wir können über gewissen Erfolg mit Nagellackentferner berichten).

      Stein-Bocchia: Spielanleitung

      Das Spiel funktioniert so:

      Ihr stellt Euch alle hinter einer Startlinien auf (Gartenschlauch oder Springseil als Linie auf den Rasen legen).

      Von dort wirft ein Mitspieler den Zielstein, der größer sein sollte als eure Wurfsteinchen.

      Der Reihe nach versucht ihr jetzt eure Steine möglichst nah an den Zielstein zu werfen.

      Gegnerische Spielsteine dürfen natürlich auch aus dem Weg geworfen werden.

      Wer gewonnen hat darf die nächste Spielrunde Bocchia eröffnen.

      Drei Gewinnt

      Kleine flache Steinchen (jeweils fünf Steinchen) kann man auch mit Marienkäfern und Schmetterlingen bemalen und damit Drei Gewinnt spielen.

      Das Spielkreuz kann mit Kreide auf die Einfahrt gezeichnet werden oder mit den Fingern in den Sand oder mit Wollstückchen oder langen Grashalmen auf dem Rasen markiert werden.

      Bei uns liegen die bemalten Steine in einem kleinen Blechblumentopf im Garten bereit und oft findet sich jemand, der Lust hat damit zu spielen.


      6. Kresse-Igel

      Diese niedlichen Kresse-Igel machen Grundschulkindern Spaß!

      Material:

      • Blumentopfuntersetzer aus Ton, glasiert, Durchmesser 10 cm

      • Selbsttrocknender Ton

      • Kressesamen

      • Küchenpapier

      • Wasser 

      An die Arbeit:

      • Die Arbeitsfläche schützen, zum Beispiel mit alten Zeitungen, einer Wachstischdecke oder Backpapier.

      • Die Verpackung des Selbsttrocknenden Tons öffnen. Dann aus dem Ton eine dreieckige Igelschnauze formen und an dem Unterteller befestigen. 

      • Für die Ohren den Ton zwischen Zeigefinger und Daumen nach oben ziehen. Drei kleine Tonkugeln formen und als Augen und Igelschnauze auf dem Igelkopf  befestigen.

      • Noch etwas Ton um den Topf verteilen. Fertig ist der Igelkörper.

      • Zwei Tage braucht der Igel um bei Raumtemperatur zu trocknen.

      • Jetzt braucht der Igel nur noch Stacheln: Dafür schneiden wir drei Lagen Küchenpapier zu einem Kreis mit 10 Zentimeter Durchmesser.

      • Das Küchenpapier passt jetzt optimal in den Ton-Untersetzer und kann mit Wasser befeuchtet werden.

      • Alles bereit: Die Kressesamen können auf das Küchenpapier gestreut werden. Schön feucht halten, bei Bedarf etwas giessen.

      • Nach fünf Tagen sind den Igeln grüne Stacheln gewachsen.

      • Wenn ihr Lust habt, könnt ihr die Igel noch etwas anmalen. Wir haben die Igelaugen mit Acrylfarbe schwarz angemalt und den Igelkörper braun.

      Tipps

      Die Kresse schmeckt wunderbar auf einem Butterbrot. Wenn der Igel abgeerntet ist können neue Samen gestreut werden. 

      Wenn ihr etwas Anzuchterde statt der Küchentücher verwendet wachsen in den Igel auch gesunde Microgreens aus Senf, Salat und Radieschensamen.


      7. Fantasy-Welten aus selbstgemachter Knete

      Mit Knete zu spielen und Figuren zu Formen macht in jedem Alter Spaß! Das Experiment macht Schulkindern am meisten Spaß die Knete kennen und sie jetzt selber machen dürfen. Aber auch kleine Kinder matschen gerne mit diesem bunten Salzteig.

      Material:


      • 500 ml Wasser (im Wasserkocher zum Kochen bringen, erst als letztes zu der Mischung geben)
      • 500 g Weizenmehl (feines Dinkelmehl geht auch, kein Vollkornmehl!)
      • 250 Gramm Salz
      • Fünf Esslöffel natives Kokosöl (erwärmen und schmelzen, dann dazugeben)
      • Vier Esslöffel Zitronensäure (Bei den Putzsachen im Drogeriemarkt erhältlich)
      • verschiedene Lebensmittelfarben, (die erst im aller letzen Schritt nach dem Teilen des Teigs hinzugegeben werden9

      An die Arbeit:

      • Zubereitung wegen dem heißen Wasser unbedingt nur mit einem Erwachsenen zusammen durchführen. Wasser im Wasserkocher zum Kochen bringen.

      • So lange in einer Schüssel Mehl, das Salz und das geschmolzene Öl und die Zitronensäure mischen, dann das heiße Wasser zugeben. Mit einem Kochlöffel alles gut verrühren. Wenn die Temperatur es zulässt den Teig kräftig kneten.

      • Alternativen zum Teig herstellen: Wir haben den Teig in der Schüssel gemacht, in der wir auch Brot zubereiten und den Knethaken verwendet. Auch die gedrehten Knetstäbe eines Rührgerätes eignen sich um den Teig glatt zu kneten..

      • Die Masse in 10 kleine Kugeln formen. Eine Mulde in die Kugel drücken, hier hinein einige Tropfen Lebensmittelfarbe geben und alles gründlich verkneten.

      • Wer keine farbigen Hände haben möchte verwendet Einmalhandschuhe um die Farbe in den Teig einzukneten.

      • Wir haben auf dem Küchentisch Backpapier gelegt und darauf die Farben gemischt und später auch geknetet.

      • Die Kunstwerke kannst Du trocknen lassen (am besten auf Backpapier, da lassen sie sich gut ablösen). Am nächsten Tag dann bei 120° C für eine Stunde im Ofen backen und damit dauerhaft haltbar machen.

      • Wenn man die Figuren gleich in den Backofen schiebt, dann "schmelzen" sie etwas und verändern die Form, daher erst lufttrocknen lassen. Alternativ sollen auch zwei Stunden bei 80°C im Backofen mit regelmäßig Backofentüre öffnen als erster Schritt funktionieren. (Das haben wir aber nicht selbst ausprobiert).

      Tipp:

      Der Teig kann auch ausgerollt werden und mit Plätzchen-Ausstecherformen können Weihnachtsbaum-Anhänger geschaffen werden, oder bunte Ostereier für den Osterstrauß.

      Auch Kerzenhalter für ein Teelicht könnte man aus diesem Salzteig machen.

      Wissenswertes:

      Noch mehr Spaß macht das ganze, wenn die Knetfiguren eine Mission haben! Erfindet doch einfach eine Geschichte, die eure Knetfiguren erleben. Zum Beispiel "Das verwunschene Drachenei".


      8. Ein "cooler" Tisch aus Eis

      Picknick im Garten geht auch im Winter. Über diesen Tisch aus Eis staunen schon kleine Kinder.

      Material:

      • Ein Backblech

      • Wasser

      • Minustemperaturen draußen

      An die Arbeit:

      • Das Backblech an einem kalten Abend auf einen ebenen Untergrund stellen und mit Wasser füllen. Eventuell getrocknete Blumen mit einfrieren lassen.

      • Als Tischbeine vier Tetrapacks (von Milch oder Saft) oben aufschneiden mit Wasser füllen und draußen gefrieren lassen. 

      • Am nächsten Morgen das Eis aus der Form lösen (Backblech ins Haus holen und an der Spüle über die Rückseite warmes Wasser laufen lassen. Eisblock dann vorsichtig auffangen. 

      • Tischbeine aus den Tetrapacks lösen und den Tisch draußen an einer schönen Stelle zusammenbauen.

      • Wir haben die Tischunterkonstruktion von einem orientalischen Nachtisch verwendet.

      • Jetzt alle zum Picknick ab nach draußen: Ihr könntet zum Beispiel heiße Schokolade und Lebkuchenherzchen servieren. So lustig, wie die heiße Tasse in die Platte schmilzt.

      Tipp

      Es ist übrigens auch lustig nach dem Picknick die Eisplatte zu zerstören. Wie Glas zerbricht die Platte, wenn man sie auf einen harten Gehweg schmeißt.


      9. Ein Moosbild selber machen


      10. Duft nach Sommer: Wir machen Badekugeln

      Das ist ein Projekt für regnerische Tage, wenn es früh dunkel wird. 

      Vorsicht: Das ist kein Experiment für kleine Kinder, die die Masse essen würden. Zitronensäure nicht auf Schleimhäute oder in die Augen bringen! (Die Säure neutralisiert sich im Badewasser mit dem Natron, wenn genau doppelt soviel Natron wie Zitronensäure verwendet wird).

      Material:

      • 300 g Natron in Lebensmittelqualität

      • 150 g Zitronensäure in Lebensmittequalität

      • 50 g Speise-Stärke

      • 75 g natives Kokosöl

      • 1 Tropfen Lebensmittelfarbe Rosa

      • Getrocknete Rosenblüten

      • 5 Tropfen ätherisches Öl zum Beispiel Rose

      • Latexförmchen (für Muffins, kleine Kuchen oder Pralinen) oder Badebombenform (zwei Halbkugeln aus Metall)

      An die Arbeit:

      • Zunächst das Kokosöl in der Mikrowelle oder einem kleinen Topf leicht erwärmen bis es vollständig geschmolzen ist.

      • Dann das Natron, die Stärke, die Lebensmittelfarbe und das ätherische Öl hinzufügen. Alles gründlich verrühren. Zuletzt wird die Zitronensäure dazu gemischt.

      • Die Masse wird am besten mit den Händen verknetet. Die Lebensmittelfarbe kann die Hände färben. Hygiene-Handschuhe anziehen oder die Hände nachher einfach gründlich waschen.

      • Bevor das Kokosöl wieder richtig fest wird die Masse in Latexförmchen geben und 5 Stunden erkalten lassen (Im Kühlschrank dauert es nur eine Stunde). Danach die Badepralinen vorsichtig aus den Latexformen lösen.

      • Wer richtige Badebomben herstellen möchte benötigt Badebombenformen aus Metall. Beide Hälften werden so gefüllt, dass etwas Masse übersteht, dann werden die Kugelhälften fest aufeinander gepresst, so lange das Kokosöl noch weich ist. Die Metallformen sind schwieriger zu entfernen, als die Latexförmchen.

      • Wenn am Nordpol und Südpol der Kugeln wenige getrocknete Rosenblättchen hineingestreut werden, erleichtert dass später das Ablösen der Kugeln. Keine getrockneten Blätter in die Masse hineinmischen, sonst brechen die Kugeln nachher leicht auseinander.

      • Die Badekugeln und Badepralinen am besten in ausgespülten, trockenen Marmeladegläsern aufbewahren, damit die Kugeln ihre Form gut halten.

      Tipp:

      Manche Allergiker, die Kokosöl nicht vertragen, können drei Esslöffel Olivenöl als Ersatz nehmen. Die Badepralinen bleiben dann nicht ganz so stabil. 

      Das Olivenölrezept eignet sich nicht für kleine Latexförmchen (zerbröselt beim Herausdrücken). Die Badebomben gelingen aber gut, und sie lassen sich viel einfacher (als die Kokosvariante) aus den Metallformen lösen.

      Wissenswertes:

      Warum explodiert eine Badebombe in der Badewanne? Na gut, sie sprudelt nur sanft vor sich hin. Aber immerhin.

      Was passiert: Wenn du die Bombe in die Badewanne wirfst, reagiert das Natron (Natriumhydrogencarbonat) mit der Zitronensäure. Es entsteht Kohlendioxid (CO2), wie im sprudelnden Mineralwasser blubbern die Gasbläschen nach oben.

      In unserem Rezept ist exakt doppelt so viel Natron wie Zitronensäure. So neutralisieren die Zitronen-Säure und die Natron-Lauge sich.


      Wir hoffen, ihr hattet Spaß zusammen. Hat etwas nicht geklappt? Habt ihr noch Anregungen?

      Ich freue mich auf Eure Kommentare!

      Eure Marion


      Kommentare:

      28.12.2023 Sybille: 

      Liebe Marion,

      Dein Blog-Beitrag war sooo schön zu lesen. Einfach toll gegliedert und beschrieben. Zwei Punkte - Moosbilder und Knete - konnte ich leider nicht sehen. Wie toll, dass Ihr auch die Kresse-Igel selbst gemacht habt! Einfach zauberhaft. Wo hast Du die Seifenblöcke herbekommen? Gibt es die in der Apotheke oder sind sie aus dem Internet?
      Noch einmal ganz vielen lieben Dank für die tollen Ideen. Ich liebäugle auch mit dem Eistisch. Leider ist es im Moment viel zu warm, aber was nicht ist, kann ja noch werden.
      Habt einen guten Rutsch und kommt gesund ins neue Jahr! Ich freue mich, Dich auch 2024 zu begleiten.
      Liebe Grüße - Sybille

      Antwort 30.12.2023 Liebe Sybille, ich freue mich, dass dir der Artikel gefallen hat. Die Seifenblöcke im Internet bestellen oder bei einem Bastelladen nachfragen. Ich hoffe es wird noch einmal kalt genug für deinen Eistisch! Herzliche Grüße und auch für dich ein gutes und gesundes neues Jahr! Marion

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