Pflanztöpfe für die Anzucht: Papier, Plastik oder Schale?
Es klingt nach einer Kleinigkeit.
Fast nebensächlich.
Und doch entscheidet diese Frage erstaunlich oft darüber,
ob Gemüseanzucht Spaß macht – oder Nerven kostet:
👉 Worin ziehe ich meine Pflanzen eigentlich vor?
Plastikschalen?
Einzelne Töpfe?
Oder doch die berühmten Zeitungstöpfchen?
Ich habe über die Jahre alles ausprobiert.
Mit Begeisterung, Frust, umgekippten Keimlingen –
und am Ende mit einer sehr entspannten Erkenntnis:
💚 Es gibt nicht das eine richtige Gefäß.
Aber es gibt Gefäße, die zu deinem Alltag passen – und andere nicht.

🌱 Warum das Anzuchtgefäß wichtiger ist, als man denkt
In den ersten Wochen entscheidet sich,
ob eine Pflanze:
stabile Wurzeln bildet
gleichmäßig wächst
oder von Anfang an gestresst ist
Das Anzuchtgefäß beeinflusst:
Feuchtigkeit
Luft an den Wurzeln
Umpflanz-Stress
und deinen eigenen Pflegeaufwand
👉 Deshalb lohnt es sich, hier bewusst zu wählen.
🟤 Plastik-Anzuchtschalen – praktisch und kontrollierbar
Das sind die klassischen Multitopfplatten oder Anzuchtschalen aus Kunststoff.
✅ Vorteile
sehr gleichmäßige Bedingungen
ideal für viele Pflanzen auf wenig Platz
gut stapelbar
langlebig (wenn du sie mehrere Jahre nutzt)
❌ Nachteile
Plastik
Umpflanzen ist immer nötig
Staunässe möglich, wenn man zu gut meint
👉 Gut geeignet für dich, wenn:
du viele Pflanzen gleichzeitig vorziehst
wenig Zeit hast
klare, übersichtliche Abläufe magst
💡 Tipp aus der Praxis:
Achte auf Abzugslöcher – sie sind wichtiger als das Material.
📰 Pflanztöpfe aus Zeitungspapier – leise nachhaltig
Zeitungstöpfe wirken auf den ersten Blick fast zu simpel.
Und genau das ist ihre Stärke.
✅ Vorteile
plastikfrei
günstig
kompostierbar
Pflanzen können mit Topf ins Beet gesetzt werden
weniger Wurzelstress
❌ Nachteile
trocknen schneller aus
nicht für sehr lange Standzeiten geeignet
👉 Perfekt für dich, wenn:
du nachhaltig gärtnern möchtest
eher wenige Pflanzen vorziehst
Kinder mitmachen
du das Umpflanzen möglichst sanft halten willst
Ich liebe Zeitungstöpfe für:
Salat
Kohl
Tomaten
Zucchini & Kürbis
🌿 Ein kleiner Aha-Moment
Seit ich Papiertöpfe nutze,
kippen mir deutlich weniger Jungpflanzen um.
Warum?
👉 Weil die Wurzeln nicht abrupt stoppen,
sondern Luft bekommen
und sich langsam an den nächsten Schritt gewöhnen.
🧺 Einzeltöpfe – der Mittelweg
Klassische Blumentöpfe (z. B. 8–12 cm Durchmesser) sind ein guter Kompromiss.
✅ Vorteile
mehr Platz für die Wurzeln
längere Standzeit möglich
weniger häufiges Umtopfen
❌ Nachteile
brauchen mehr Platz
meist aus Plastik
👉 Ideal für:
Tomaten
Paprika
Auberginen
Pflanzen, die länger im Haus bleiben
🌱 Und was ist mit Anzuchtschalen ohne einzelne Zellen?
Diese flachen Schalen eignen sich für:
sehr feines Saatgut
Kräuter
Pflanzen, die später pikiert werden
👉 Aber:
Sie erfordern mehr Erfahrung,
weil die Jungpflanzen später vereinzelt werden müssen.
Für Anfänger:innen sind Einzeltöpfe oder Multitopfplatten entspannter.
🌍 Nachhaltig UND alltagstauglich – kein Widerspruch
Ein wichtiger Gedanke aus dem Naturgarten:
Nachhaltigkeit heißt nicht Perfektion.
Sondern gute Lösungen, die wirklich genutzt werden.
👉 Eine Plastikschale, die du 10 Jahre verwendest,
ist nachhaltiger als perfekt gedachte Alternativen, die im Keller liegen.
💚 Mein Fazit
Frage dich nicht:
❌ Was ist das Beste?
Sondern:
✅ Was passt zu meinem Alltag?
wenig Zeit → Plastikschalen
Lust auf Basteln → Zeitungstöpfe
lange Standzeit → Einzeltöpfe
Wenn das Gefäß zu dir passt,
fühlt sich Gemüseanzucht leicht an.
Und genau so soll sie sein. 🌱
👉 Weiterlesen in der Serie:
Gemüse im Haus vorziehen – Schritt-für-Schritt-Anleitung
Als Nächstes:
Samen richtig säen
Keimtemperatur verstehen
Feuchtigkeit & Mini-Gewächshaus
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Es klingt nach einer Kleinigkeit.
Fast nebensächlich.




