Ein Garten beginnt mit einem Traum- Was sich die meisten Menschen von ihrem Garten wünschen
Die Traumphase beim Naturgarten planen
Warum sie so wichtig ist – und wie du richtig träumst
Am Anfang eines Gartens steht kein Spaten.
Am Anfang steht ein Gefühl.
Die Traumphase ist der wichtigste – und am meisten unterschätzte – Schritt bei der Planung eines pflegeleichten Naturgartens. Sie entscheidet darüber, ob dein Garten später zu deinem Leben passt oder ob er dich dauerhaft unter Druck setzt.
Egal ob Neubau, Gartenübernahme oder Umgestaltung:
Bevor du planst, rechnest oder pflanzt, darfst du erst einmal träumen.
Was ist die Traumphase überhaupt?
Die Traumphase ist der Moment, in dem alles erlaubt ist.
Ohne Einschränkungen. Ohne Budget. Ohne Pflegegedanken.
Hier sammelst du:
Wünsche
Bilder
Stimmungen
Ideen
Nicht um sie alle umzusetzen – sondern um herauszufinden, was dir wirklich wichtig ist.
Warum die Traumphase so entscheidend ist
Viele Gartenprobleme entstehen nicht durch falsche Pflanzen, sondern durch fehlende Klarheit.
Wer die Traumphase überspringt:
plant zu technisch
übernimmt fremde Gartenbilder
verliert schnell die Freude
gestaltet am eigenen Bedürfnis vorbei
Die Traumphase hilft dir, deinen eigenen Gartenton zu finden – jenseits von Trends und Perfektion.
Alles ist erlaubt – wirklich alles
In der Traumphase gibt es kein "Das geht nicht".
Naturpool so groß wie ein Fußballfeld?
Viktorianisches Gewächshaus mit Zitrusbäumen?
Hängematte neben Duftrosenhecken?
Versteckte Sitzplätze, wilde Blumenmeere, schattige Rückzugsorte?
👉 Schreib alles auf.
Auch das Unmögliche.
Auch das Übertriebene.
Auch das scheinbar Unpraktische.
Aussortiert wird später – jetzt geht es ums Sammeln.
Träume zeigen dir, was dahinter steckt
Oft sind es nicht die Dinge selbst, die wichtig sind, sondern das Gefühl dahinter.
Beispiele:
Gewächshaus → Wärme & Licht
Naturpool → Abkühlung & Freiheit
Feuerstelle → Gemeinschaft & Ruhe
Hängematte → Pause & Rückzug
Wenn du erkennst, welches Bedürfnis hinter einem Traum steckt, findest du später oft kleinere, pflegeleichtere Alternativen, die genauso erfüllen.
So sammelst du deine Garten-Träume
✍️ 1. Schreibe eine Wunschliste
Ganz klassisch auf Papier oder digital.
Ohne Sortieren, ohne Bewerten.
📌 2. Sammle Bilder
Pinterest, Zeitschriften, Fotos aus Gärten, die dich berühren.
Nicht nach Stil, sondern nach Gefühl auswählen.
🌿 3. Achte auf Wiederholungen
Tauchen bestimmte Themen immer wieder auf?
Sitzplätze
Blumen
Schatten
Wasser
Nutzpflanzen
Das sind Hinweise auf deine echten Prioritäten.
Noch nichts streichen – auch wenn es unrealistisch wirkt
Ein häufiger Fehler:
Schon in der Traumphase anfangen zu relativieren.
"Dafür haben wir keinen Platz."
"Das ist zu teuer."
"Das macht zu viel Arbeit."
👉 Stopp.
Diese Gedanken gehören in die nächste Phase – die Realitätsphase.
Die Traumphase darf groß sein.
Nur so wird der Garten später ehrlich.
Die Traumphase ist kein Zeitverlust – sondern Zeitgewinn
Wer sich diese Phase erlaubt:
trifft bessere Entscheidungen
plant langfristiger
vermeidet teure Fehlkäufe
bleibt entspannter
Ein Naturgarten lebt von Geduld.
Die Traumphase ist der erste Akt dieser Geduld.
Wovon die meisten Menschen träumen, wenn sie einen Garten bekommen
Unabhängig davon, ob gekauft, gemietet oder übernommen – die Grundträume ähneln sich erstaunlich stark.
🌿 1. Ruhe & Abschalten
Der häufigste Wunsch überhaupt.
Vielleicht träumst du von einem Ort,
an dem Termine keine Rolle spielen.
Von Stille, die nur vom Vogelgezwitscher unterbrochen wird.
Von draußen sein – ohne etwas leisten zu müssen.
👉 Ein Garten als stilles Gegengewicht zum Alltag.

🌸 2. Natur spüren – nicht nur ansehen
Viele wünschen sich:
barfuß durch das taunasse Gras laufen
Blütenduft
Jahreszeiten erleben (Es ist für mich jedes Jahr aufs neue beeindruckend , wenn die Natur aus dem Winterschlaf erwacht und neue Blüten ihre Blätter öffnen)
echtes Wachstum sehen ("Die Bohne ist größer als ich geworden!)
Nicht perfekt – sondern lebendig.

🍓 3. Etwas Eigenes ernten
Sehr verbreitet:
Erdbeeren naschen
Kräuter schneiden
Tomaten aus dem eigenen Garten
👉 Nicht Selbstversorgung – sondern kleine Glücksmomente.
🪑 4. Draußen leben
Ein Garten wird oft als:
zweites Wohnzimmer
Sommer-Esszimmer
Rückzugsort
geträumt.
Wunschbilder:
Frühstück in der Sonne
Abendessen im Grünen
ein Buch im Schatten (und für all das kannst du dir deinen perfekten Gartenraum schaffen!)

👨👩👧👦 5. Zeit mit Familie & Freunden
Sehr zentral:
Kinder, die draußen spielen
Grillabende mit Familie oder Freunden
Geburtstage im Garten
Der Garten als Beziehungsraum.
🌼 6. Schönheit ohne Stress
Ein ganz wichtiger Wunsch:
"Es soll schön sein – aber mich nicht überfordern."
Menschen träumen von:
Blüten
Farben
Atmosphäre
👉 ohne Perfektionismus.

🧘♀️ 7. Ein Ort nur für mich
Gerade für Frauen sehr stark:
Rückzugsort
Pause
alleine sein dürfen
Der Garten als Raum für Selbstfürsorge.
🐝 8. Etwas Gutes für Natur & Tiere tun
Viele wünschen sich:
Bienen & Schmetterlinge
Vögel im Garten
"etwas Sinnvolles"
👉 oft ohne genau zu wissen, wie. In
🔥 9. Lagerfeuer & Sommernächte
Ein fast universeller Traum:
Feuerschale
Stockbrot
lange Abende, Sternschnuppen beobachten
Symbol für Freiheit & Gemeinschaft.

🌱 10. Kontrolle abgeben dürfen
Ganz tief:
wachsen lassen
Fehler erlauben
nicht perfekt sein
Der Garten als Ort, an dem nicht alles planbar ist.
💭 Was Menschen nicht träumen (aber oft bekommen)
ständiges Mähen
Zeitdruck
schlechtes Gewissen
Vergleich mit anderen
To-do-Listen
👉 Genau hier setzt dieser Artikel über Gartenplanung an. Du planst dir einen pflegeleichten Naturgarten.
Ein Garten darf ein Zuhause für Menschen sein – nicht nur für Pflanzen.
Oder:
Ein Garten soll das Leben leichter machen, nicht voller.
Und was kommt danach?
Nach dem Träumen folgt die Realitätsphase.
Dort wird geprüft:
Was brauchen wir wirklich?
Was passt in unseren Alltag?
Was können wir pflegeleicht umsetzen?
Aber ohne die Traumphase wäre diese Prüfung leer.
👉 Weiterlesen:
Die Realitätsphase beim Naturgarten planen – was wirklich gebraucht wird
Oder zurück zur Übersicht:
👉 Pflegeleichten Naturgarten planen – Schritt für Schritt
🌿 Mein Wunsch für dich:
Trau dich zu träumen.
Nicht für den perfekten Garten – sondern für einen Garten, der dich trägt.
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